Digitalkongress 2021

Pakt für Prävention: Was wir gelernt haben – moderne Gesundheitsförderung in einer starken Stadt

23.09.2021
online // Hamburg

Der diesjährige digitale Kongress des Paktes für Prävention fand am Donnerstag, den 23. September mit 150 Akteur*innen statt.

Thematisch ging es darum, welche Konsequenzen aus den Erfahrungen der Pandemie für die aktuelle und künftige Förderung psychosozialer Gesundheit in den verschiedenen Handlungsfeldern gezogen werden können. In den Vorträgen und Foren wurde herausgearbeitet, was es uns ermöglicht, Gute Praxis mit neuen Impulsen breit umzusetzen.

Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration (Sozialbehörde), eröffnete die Veranstaltung.

Frau Prof. Dr. Susanne Busch, Vorsitzende der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG), hob in ihrer Einführung hervor, dass der diesjährige Kongress thematisch an die Empfehlungen des letzten Digitalkongresses anknüpft.

In seinem Impulsvortrag stellte Prof. Dr. Joachim Westenhöfer (Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Forschungsprojekt Gesunde Quartiere vor. Die Verfügbarkeit von gesundheitsrelevanten Daten auf kleinräumiger Ebene ist weiterhin schwierig und die Arbeit im Quartier braucht gut vernetzte, aktive Kümmerer (Multiplikator*innen). Die Pandemie hat insbesondere deutlich gemacht, dass Gesundheitsförderung eine hohe Fähigkeit und Bereitschaft zur Flexibilität sowie Kompetenzen zur Gestaltung digitaler Angebote erfordert.

Ergebnisse aus dem Projekt „Gesunde Quartiere“

Prof. Dr. Joachim Westenhöfer | Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg)

Für die Teilnehmer*innen waren die folgenden Impulse besonders bedeutsam:

Wortwolken-Abfrage zu Impulsen aus dem Vortrag

„Tom und Darren – Das Quiz“ informierten die Teilnehmer*innen darüber, wie das Präventionsgesetz in Hamburg umgesetzt wird. Informationen hierzu finden sich auf der Webseite der HAG zur Geschäftsstelle Landesrahmenvereinbarung.

Unter dem Titel „Wie wird der Ansatz „Gesundheitliche Chancengerechtigkeit in allen Politikfeldern (HEiaP)“ in Utrecht umgesetzt?“ berichtete Miriam Weber (PhD), Healthy Cities Koordinatorin in Utrecht. Sie stellte dar, wie Utrechts Ambitionen für ein gesundes städtisches Leben für alle seit mehreren Jahren durch die Zusammenarbeit mit vielen Partner*innen in der Stadt konkretisiert werden. Das Thema Gesundheit ist in Utrecht von zentraler Bedeutung: für die Einwohner*innen, für die Wirtschaft und für die physischen und sozialen Infrastrukturen in der Stadt. 

Gesundheitliche Chancengerechtigkeit in allen Politikfeldern (HEiP) in Utrecht

Miriam Weber (PhD) | Healthy Cities Koordinatorin in Utrecht

Die Abfrage nach dem Vortrag „Welche Anregungen aus dem Vortrag finden Sie für Hamburg besonders relevant“ zeigte unter anderem folgende Ergebnisse: Gesundheit als oberstes Ziel der Stadtentwicklung, Mobilität (z.B. Fahrradwege, 10–Minuten-Stadt), Netzwerk für Schlüsselpersonen, fragende Haltung, partizipative Zielentwicklung und Fehlerkultur.

In parallelen Foren entlang der Handlungsfelder der Ottawa-Charta für Gesundheitsförderung wurde Gute Praxis in einem Storytelling-Format vorgestellt. Im Anschluss an jeweils drei kurze Berichte aus der Praxis tauschten sich die Teilnehmenden aus und erarbeiteten Empfehlungen. Diese werden zu einem späteren Zeitpunkt auf diese Seite gestellt.

Forum 1: Health in all Policies – Gesundheit als Gemeinschaftsaufgabe

Moderation: Monika Püschl | Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration (Sozialbehörde)
Dokumentation: Dr. Birgitt Höldke | Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung  e.V. (HAG)

Der Joker in der Pandemie – mehr Sichtbarkeit für die kommunale Gesundheitsförderung

Katharina Hussain | Kommunales Gesundheitsförderungsmanagement Hamburg-Mitte

Auf dem Weg zum gesunden Leipzig – von den Mühen der Berge, der Ebene und einem tiefen Loch

Dr. Karoline Schubert | Stadt Leipzig, Gesundheitsamt

Ressortübergreifende Unterstützungsleistungen im Quartier zur Bewältigung der Folgen der Pandemie

Sonja Wagener | Freie Hansestadt Bremen, Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz

Forum 2a: Gesundheitsförderliche Lebenswelten schaffen

Moderation: Dr. Gudrun Rieger-Ndakorerwa | Gesundheitsamt Eimsbüttel
Dokumentation: Jessica Wendt | Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW)

Mit der Standortanalyse auf dem Weg zu einer integrierten kommunalen Strategie

Petra Hofrichter | Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG)

Corona wertschätzen? Was nützt eine Integrierte kommunale Strategie in der Krise?

Sabine Tengeler | Lokale Vernetzungsstelle Prävention Lurup/Osdorfer Born

„Ein bisschen was geht immer“ – unsere Idee ist, die Menschen mitzunehmen

Rainer Picker | Mehrgenerationenhaus Billstedt

Forum 2b: Gesundheitsförderliche Lebenswelten schaffen – Fokus Arbeitswelt

Moderation: Heike Klamroth | Behörde für Justiz und Verbraucherschutz
Dokumentation: Michael Gümbel | Anlaufstelle Perspektive Arbeit & Gesundheit (PAG)

Corona im Lebensmitteleinzelhandel: Herausforderungen für die Arbeits- und Marktorganisation

Dr. Dirk-Uwe Clausen | EDEKA Clausen am Stadtpark

Gewachsen an der Herausforderung: Corona in der station. Eingliederungshilfe für Suchterkrankungen

Rodger Mahnke | Therapeutische Gemeinschaft Jenfeld

Motivation statt Frustration – die Pandemie als Chance für Veränderung

Katrin Göttling | Göttling Fliesentechnik GmbH

Forum 3: Gesundheitsbezogene Gemeinschaftsaktionen unterstützen

Moderation: Henrieke Franzen | Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG)
Dokumentation: Silke Hoops | Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG)

SEI AKTIV! – Sportliche Aktivierung von Menschen mit geistiger Behinderung

Ilka Meis | Special Olympics Deutschland in Hamburg e.V.

Psychisch fit studieren (Forschungsprojekt CamPuls – Studierendengesundheitsmanagement an der HAW)

Nina Hielscher | Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW)

Dulsberg Late Night! Wie eine Youtube-Show eine Schule durch den Lockdown führte

Björn Lengwenus | Grund- und Stadtteilschule Alter Teichweg

Forum 4: Persönliche Kompetenzen entwickeln

Moderation: Katharina Hauschildt | AOK Rheinland/Hamburg
Dokumentation: Svenja Rostosky | Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung  e.V. (HAG)

Lass uns doch reden! Mehrsprachiges Informationsangebot zu Themen der Pandemie – Das Infomobil

Isabel Marin Arrizabalaga | MiMi-Hamburg

„Zu-sich-stehen“ Ermutigung für junge Menschen mit direkter oder indirekter Psychiatrieerfahrung

Ece Nalinci und Rebecca Nixdorf | Irre menschlich Hamburg e.V.

Von der Zukunftswerkstatt zur App: Das Projekt Neue Wege in der Selbsthilfe

Anke Hess | Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Hamburg e.V.

Forum 5: Gesundheitsdienste neu orientieren

Moderation: Tina Röthig | Poliklinik Veddel & Lokale Vernetzungsstelle Prävention Veddel
Dokumentation: Roos Kengen | Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW)

Selbstbestimmt und gut versorgt im Quartier – das Modellprojekt QplusAlter

Julia-Christin Gaum | Ev. Stiftung Alsterdorf

Freiwillige fördern die Gesundheit und Teilhabe von Pflegebedürftigen

Sina Matysek | contec GmbH – Mit.Menschen im Quartier

Herzensanliegen wahrnehmen und mit anderen umsetzen – Nachbarschaftsprogramm der Herzenssprechstunde

Susanne Zimmermann | Ökumenische Nachbarschaftshilfe Kölsch Hätz, Köln

Abschließend wurden zentrale Ergebnisse und Eindrücke aus den Foren im Plenum zusammengetragen. Monika Püschl gab einen Rückblick auf die Veranstaltung. Die Evaluationsergebnisse zeigen, dass viele Teilnehmer*innen neue Anregungen und Informationen erhalten haben und die gesammelten Empfehlungen aus den Foren als relevant erachten.

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