Gesundheitsförderung im Übergang

Landungsbrücke 2

Mit dem Projekt „Landungsbrücke 2“ unterstützt die HAG Fachkräfte darin, das seelische Wohlbefinden junger Menschen im Übergang Schule – Ausbildung/Beruf zu fördern.

Symbolbild
„Landungsbrücke 2“ unterstützt junge Menschen auf ihrem Weg in die Zukunft

Landungsbrücke 2 – gestärkt in die Zukunft

Der Übergang von der Schule in die Ausbildung bzw. den Beruf spielt für junge Menschen eine entscheidende Rolle. Um sie in dieser Lebensphase zu unterstützen, verfolgt „Landungsbrücke 2“ das Ziel, das seelische Wohlbefinden junger Menschen im Übergang zu fördern.

Das Projekt richtet sich an Fachkräfte der dualisierten Ausbildungsvorbereitung (AvDual) und/oder der dualisierten Ausbildungsvorbereitung für Migrant*innen (AvM-Dual), die an berufsbildenden Schulen arbeiten und in direktem Kontakt mit jungen Menschen stehen.

„Landungsbrücke 2“ wird als Vorhaben der Landesrahmenvereinbarung Hamburg  (LRV) für eine Projektlaufzeit von drei Jahren (bis April 2022) von an der LRV Hamburg beteiligten Akteuren sowie weiteren Kooperationspartner*innen gemeinschaftlich gefördert und umgesetzt.

Projektbausteine

Die Projektbausteine setzen auf der Verhaltens- sowie der Verhältnisebene an. Durch die verschiedenen Angebote erhalten die Fachkräfte Fachwissen und Handwerkszeug, um die psychosozialen Ressourcen ihrer Schüler*innen sowie deren Resilienz zu fördern. Des Weiteren werden sie darin unterstützt, das Thema langfristig in die Strukturen ihrer Schulen zu integrieren. 

Im Februar 2020 startete die erste von drei Fortbildungsreihen. Pro Fortbildungsdurchlauf können zwei bis drei Fachkräfte der AvDual bzw. AvM-Dual aus insgesamt sechs bis zehn Schulen teilnehmen. Neben der Ressourcenorientierung und -förderung sowie der Resilienzstärkung steht vor allem die niedrigschwellige und nachhaltige Praxisübertragung der Inhalte im Vordergrund.

Die Fortbildungsreihe besteht aus folgenden vier Module und findet online statt:

  • Modul 1 „Jugend- und Übergangsphase“ (21. Februar 2020)
  • Modul 2 „Resilienz und Schutzfaktoren“ (23. April 2020)
  • Modul 3 „Ressourcenorientiertes Arbeiten“ (08. Mai 2020)
  • Modul 4 „Praxistransfer“ (12. Juni 2020)

 

Im Anschluss an die Fortbildungsreihe begleitet die HAG teilnehmende Schulen dabei, passgenaue und bedarfsgerechte Praxisvorhaben zu planen und umzusetzen. Zudem wird ein Methodentool konzipiert, das die Umsetzung der Projektinhalte in die Praxis unterstützt.

Die HAG lädt alle Fachkräfte, die bereits an einem Fortbildungsdurchlauf teilgenommen haben, zum Fachaustausch ein. Neben dem fachlichen Input dient diese Veranstaltung dem kollegialen Erfahrungsaustausch, der Erweiterung vorhandener Kompetenzen sowie der Vernetzung der Fachkräfte.

Zudem finden innerhalb der Projektlaufzeit zwei Fachtagungen statt, zu denen interessierte Fachkräfte eingeladen sind.

Zur Sicherung der Qualität wird „Landungsbrücke 2“ durch das externe Evaluationsinstitut „AGENON Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Gesundheitswesen mbH“ begleitend evaluiert.

Kooperationspartner*innen

„Landungsbrücke 2“ ist ein Gemeinschaftsprojekt im Rahmen der LRV Hamburg, das in Kooperation und Zusammenarbeit mit folgenden Akteuren umgesetzt wird:

  • Gesetzliche Krankenkassen/-verbände in Hamburg
  • Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz
  • Bundesagentur für Arbeit
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV), Landesverband Nordwest
  • Hamburger Institut für Berufliche Bildung
  • Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung
  • Unfallkasse Nord

Ausgangslage

Die Übergangsphase von der Schule in die Ausbildung bzw. den Beruf ist durch viele Entwicklungsaufgaben und Herausforderungen geprägt. Neben einem Wechsel des Status und der eigenen Rolle stehen Prozesse der Identitätsfindung, der Verselbstständigung sowie der Entwurf persönlicher Ziele und Lebenspläne im Vordergrund. Je nach Bewältigung der damit verbundenen Herausforderungen kann sich der Übergang positiv oder negativ auf die individuelle Entwicklung auswirken.

Junge Menschen, die nach Verlassen der allgemeinbildenden Schule keinen direkten Anschluss an zum Beispiel eine Ausbildung haben, münden in Hamburg in Maßnahmen des Übergangssystems. Häufig wird das mit einem nicht gelungenen Übergang gleichgesetzt, was vor allem negative Auswirkungen auf die persönliche und berufliche Entwicklung als auch auf die Gesundheit haben kann.

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Hintergrund

Basis für das Projekt „Landungsbrücke 2“ sind die Ergebnisse des Modellprojektes „Landungsbrücke – Übergänge meistern!“. Das Modellprojekt haben die Hamburger Krankenkassen und Kassenverbände (GKV) von 2013 bis 2018 gefördert. Zielsetzung dieses Projektes war es, das seelische Wohlbefinden junger Menschen im Übergang zwischen Schule und Ausbildung sowie Studierende im ersten Semester zu fördern.

Vier Projektphasen kennzeichneten das Projekt „Landungsbrücke – Übergänge meistern!“: Ist-Analyse, Entwicklung entsprechender Maßnahmen, Umsetzung der Maßnahmen sowie Evaluation. Es wurden verschiedene Maßnahmen für Schüler*innen, Multiplikator*innen sowie Studierende entwickelt, die alle auf die Förderung der Ressourcen und des seelischen Wohlbefindens der Schüler*innen und Studierenden abzielten. Sie wurden im Projektverlauf anhand einer partizipativen Evaluation regelmäßig überprüft und weiterentwickelt.

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