Prävention und Gesundheitsförderung sind gesetzt

Geschäftsstelle Landesrahmenvereinbarung

Unterschiedliche Akteure engagieren sich sektorenübergreifend für Gesundheitsförderung und Prävention in Hamburg.

Symbolbild zur Geschäftsstelle
Die Geschäftsstelle informiert und berät zu Projektanträgen im Rahmen des Präventionsgesetzes

Wir begleiten und vernetzen

Wir unterstützen das Koordinierungsgremium bei der Umsetzung der Landesrahmenvereinbarung (LRV) Hamburg. Dafür beraten wir lokale und bezirkliche Akteure sektorenübergreifend und vernetzen kommunale Initiativen politikfeldübergreifend. Interessierte, die ein trägerüber- greifendes Vorhaben im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention auf den Weg bringen möchten, können sich an die Geschäftsstelle LRV wenden.

Gesundheitsförderung in Hamburg
gemeinsam stärken

Seit September 2016 stehen in Hamburg die „Leitplanken“ für die Umsetzung gemeinsamer Präventionsprojekte fest.
Mit der Landesrahmenvereinbarung (LRV) haben sich die Unterzeichner auf die Handlungsfelder „Gesund aufwachsen“, „Gesund leben und arbeiten“ und „Gesund alt werden“ verständigt.

Ziele

Im Fokus der LRV steht die Stärkung der kommunalen Gesundheits- förderung. Entsprechende Maßnahmen sollen in regionalen Schwerpunktgebieten umgesetzt werden. Gesundheitsfördernde und präventive Aktivitäten werden im Sinne integrierter kommunaler Handlungsstrategien (Gesundheitsförderungs-und Präventionsketten) entwickelt. Bestehende und erfolgversprechende Aktivitäten, Programmen und Strukturen werden miteinander vernetzt.

Das für die nächsten Jahre für Hamburg definierte Gesundheitsförderungs- und Präventionsziel für gemeinsame Projekte ist die Verbesserung der psychosozialen Gesundheit in jedem Lebensalter. Dieses primäre Ziel kann beispielsweise mit Zielsetzungen im Bereich gesunder Ernährung oder gesundheitsfördernder Bewegung kombiniert werden.

  • Gesundheitsfördernde und präventive Maßnahmen sollen in Lebenswelten – wie Kitas, Schulen, Senior*inneneinrichtungen, Pflegeeinrichtungen, öffentliche Räume oder Betriebe/Branchen – angeboten und organisiert werden.
  • Regionale Aktivitäten sollen, ggf. mit unterstützenden Maßnahmen, zu einer Gesamtstrategie für ganz Hamburg ergänzt werden. Örtliche bzw. überörtliche Angebote und Koordinierungsstrukturen sollen jeweils eingebunden werden.

Vorgehensweise

Damit unterstützungsbedürftige Menschen (vulnerable Zielgruppen) niedrigschwellig erreicht werden, sollen schwerpunktmäßig in sogenannten benachteiligten Regionen (Stadtteilen) gesundheitsfördernde und präventive Maßnahmen durchgeführt werden.
Unter anderem aus Daten der Gesundheitsberichterstattung und der Sozialen Stadtteilentwicklung lassen sich zunächst drei Schwerpunktregionen begründen, in denen Projekte und Aktivitäten vorrangig umgesetzt werden sollen:

  • „Süd“ mit den Gebieten: Neugraben/Fischbek, Hausbruch, Harburg, Wilstorf
  • „Mitte/Ost“ mit den Gebieten: Billbrook, Billstedt, Hammerbrook, Horn, Jenfeld, Rothenburgsort, Veddel
  • „Nord/West“ mit den Gebieten: Lurup/Osdorfer Born, Eidelstedt, Lokstedt, Schnelsen

Thematische Schwerpunkte

Das Koordinierungsgremium hat folgende Empfehlungen ausgesprochen:

  • 2017 Aktivitäten zum Aufbau einer Integrierten Kommunalen Gesundheitsförderungsstrategie in der Region Nord/West: Dazu wurde von der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz ein beteiligungsorientierter Prozess für die Stadtteile/Gebiete Lurup und Osdorfer Born angeregt.
  • 2018 Schwerpunktthema Gesundheitsförderung in stationären Pflegeeinrichtungen: Im August 2019 hat dazu ein hamburgweiter Fachtag „Neue Chancen der Gesundheitsförderung“ stattgefunden.
  • 2019 Ausbau von regional und kleinräumig bestehenden Ansprechstrukturen für Gesundheitsförderung: Der Aufbau weiterer und neuer Standorte für „Lokale Vernetzungsstellen Prävention“ soll bis Ende 2020 erfolgen.

Letzte Veranstaltung

Beim Fachtag am 28. August 2019 informierten die Beteiligten der LRV Hamburg über „Neue Chancen der Gesundheitsförderung in stationären Pflegeeinrichtungen“.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • StadtpunkteThema (Ausgabe 2/2017) „Die Umsetzung des Präventionsgesetzes im Land Hamburg“ – (Die Umsetzung des Präventionsgesetzes-STP-2-2017_S.9-10)
  • StadtpunkteThema (Ausgabe 2/2018) „Die Entwicklung von integrierten kommunalen Strategien in Hamburg“ – (Die Entwicklung von integrierten...-STP-2-2018)
  • Kongress Armut und Gesundheit 20./21.03.2018 „Die Umsetzung der Landesrahmenvereinbarung zum PrävG im Land Hamburg“ – (Armut und Gesundheit 2018_bhoeldke)
  • Kongress Armut und Gesundheit 14./15.03.2019 „Unterstützungsstrukturen in den Bundesländern für die Arbeit vor Ort – Die Koordinierungsstellen Gesundheitliche Chancengleichheit.
  • Thementisch 1: Unterstützung durch die Landesrahmenvereinbarungen zur Umsetzung der nationalen Präventionsstrategie: Erfolgsfaktoren und Wirkungen“ (Kongress Armut und Gesundheit 14.15.03.19)
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Gremienstruktur der LRV Hamburg

Mit dem Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und Prävention (PrävG) sind gesetzliche Kranken- und Pflegekassen, die Berufsgenossen- schaften und Unfallkassen sowie die Träger der gesetzlichen Renten- versicherung verpflichtet, gemeinsam mit dem Bundesland bzw. der Kommune im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention zusammenzuarbeiten.

Die Grundsätze für die Zusammenarbeit des Landes Hamburg mit den Sozialversicherungsträgern bei gemeinsamen Präventionsprojekten in den nicht-betrieblichen Settings (NBS), in der betrieblichen Gesundheits- förderung (BGF) und der Prävention in der (teil-)stationären Pflege sind 2016 gemeinsam vertraglich in der Landesrahmenvereinbarung Hamburg (LRV Hamburg) – niedergelegt worden.

Bewährte Hamburger Strukturen, wie der „Pakt für Prävention“, die „Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V.“ (HAG) und die „ArbeitsschutzPartnerschaft – Hamburger Bündnis für eine gesunde und sichere Arbeitswelt“ sind in die Landesrahmenvereinbarung einbezogen.

Strategieforum Prävention Hamburg

Das Strategieforum Prävention Hamburg ist ein übergeordnetes politisch-strategisches Gremium. Unter Vorsitz der für Gesundheit zuständigen Behörde verständigen sich die beteiligten Sozialversicherungsträger auf gemeinsame Schwerpunkte. Diese bilden den Rahmen für die Umsetzung von gemeinsamen Präventionsprojekten in den Lebenswelten. Das Strategieforum hat 2017 die Bildung von Schwerpunktregionen empfohlen.

Das Koordinierungsgremium LRV Hamburg

Im Koordinierungsgremium beraten und beschließen die Vertreter*innen der beteiligten Sozialversicherungsträger und des Landes Hamburg (Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz) Projektvorhaben, die sie gemeinsam voranbringen wollen. Die Agentur für Arbeit und der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) sind im Gremium vertreten. Basis für Entscheidungen sind die Empfehlungen des Strategieforums.

Die Federführung des Koordinierungsgremiums wechselt turnusmäßig alle zwei Jahre und liegt aktuell beim Verband der Ersatzkassen (vdek) in Hamburg.

Weiterführende Links

  • Die Nationale Präventionskonferenz (NPK) wird von den Spitzen- organisationen der gesetzlichen Sozial- versicherungen getragen. Sie tagt jährlich, entwickelt und schreibt die Nationale Präventionsstrategie fort und beschließt bundesweit gültige Rahmenempfehlungen (Bundesrahmenempfehlungen – BRE).
  • Das GKV-Bündnis für Gesundheit ist eine gemeinsame Initiative der gesetzlichen Krankenkassen zur Weiterentwicklung und Umsetzung von Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten.
  • Der Pakt für Prävention kooperiert mit den Organisationen der Landesrahmenvereinbarung. Er gibt Empfehlungen für die Umsetzung und identifiziert Beispiele guter Praxis.
  • Die Geschäftsstelle Landesrahmenvereinbarung ist organisatorisch in die Aktivitäten der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Hamburg (KGC) eingebunden. Ihr Schwerpunkt liegt in der Begleitung zur Entwicklung von integrierten kommunalen Strategien.
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Trägerübergreifende Projektförderung -
Wer kann wie gefördert werden?

  • Über die Förderanträge für trägerübergreifende Gemeinschaftsprojekte entscheidet das Koordinierungsgremium . Diese Projekte sind förderfähig, wenn sie den Vorgaben des Leitfaden Prävention der gesetzlichen Krankenkassen und anderen gesetzlichen Grundlagen entsprechen. Die Geschäftsstelle LRV ist die zentrale Anlaufstelle für alle diese Vorhaben, die in Lebenswelten im Rahmen des Präventionsgesetzes auf den Weg gebracht werden sollen.

  • Das Programmbüro des GKV-Bündnisses für Gesundheit in Hamburg informiert über dieFörderung von zielgruppenspezifischen Interventionen in der lebensweltbezogenen Gesundheitsförderung und Prävention. Es berät Kommunen u.a. zu fachlich-inhaltlichen Fragen, sowie zu Fördervoraussetzungen und -kriterien.

Welche formalen Aspekte sind zu berücksichtigen?

Für alle Vorhaben gilt, dass Ausrichtung und Zielsetzung sowie Bedarf und Zielgruppe benannt werden. Konzeptionelle Grundlagen, Beispiele und Praxishilfen kommunal orientierter Primärprävention und Gesundheitsförderung bieten das „Gesunde Städte-Netzwerk“, das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ sowie der Kooperationsverbund Gesundheitliche Chancengleichheit. Weitere Erläuterungen finden Sie beim GKV Spitzenverband „Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten“ und im Leitfaden „Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen“.

Vergessen Sie nicht, Ihre Kontaktdaten anzugeben (Ansprechpartner*in, Adresse, Telefon und E-Mail-Adresse). Bei mehreren Projektbeteiligten empfiehlt es sich, eine*n zentrale*n Ansprechpartner*in zu benennen.

Von einer Förderung grundsätzlich ausgeschlossen sind:

  • Aktivitäten, die zu den Pflichtaufgaben anderer Akteure gehören
  • isolierte, d.h. nicht in ein Gesamtkonzept eingebundene Maßnahmen externer Anbieter
  • Forschungsprojekte/Screenings mit einem geringen Anteil an Interventionen
  • Aktivitäten, die einseitig Werbezwecken für bestimmte Einrichtungen und deren Produkte dienen
  • Kosten für Baumaßnahmen, Einrichtungsgegenstände, Mobiliar
  • Angebote, die weltanschaulich nicht neutral sind sowie
  • eine Regelfinanzierung von auf Dauer angelegten Stellen

Besonderheit: Betriebliche Gesundheitsförderung

Im Themenfeld betriebliche Gesundheitsförderung sind in der Landesrahmenvereinbarung insbesondere kleine Betriebe, aber auch Netzwerke und Verbände angesprochen. Betriebliche Gesundheits- förderung beruht auf einem systematischen und nachhaltigen Gestalten von gesundheitsförderlichen Arbeitsbedingungen (Verhältnisse) im Betrieb. Dabei besteht unter anderem das Ziel, die Beschäftigten zu gesundheitsförderlichem Verhalten zu befähigen. In die Landesrahmen-
vereinbarung ist die ArbeitsschutzPartnerschaft Hamburg einbezogen.

Die BGF-Koordinierungsstelle Hamburg unterstützt mit umfangreichen Informationen zum Thema betriebliche Gesundheitsförderung und kostenfreier Erstberatung.

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Gesundheitsförderungs-
projekte in Lebenswelten

Die gesetzlichen Krankenkassen und die Träger der Sozialversicherungen bieten mit verschiedenen Kooperationspartnern und unterschiedlichen Trägern Maßnahmen zur Prävention und Gesundheitsförderung in den Handlungsfelder „Gesund aufwachsen“, „Gesund leben und arbeiten“ sowie „Gesund alt werden“ an.

Angebote in Hamburg

Hier finden Sie Informationen, welche gesundheitsfördernden Angebote es in Hamburg derzeit gibt. So können Sie sich rasch einen Überblick verschaffen und sich bei Interesse direkt an die jeweils genannten Ansprechpartner*innen wenden.

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Trägerübergreifende Gemeinschaftsprojekte

Gemäß einer Vereinbarung des Koordinierungsgremiums LRV werden in Hamburg Vorhaben entwickelt, die gemeinsam von Kommune / Fachbehörde und Sozialversicherungsträgern finanziert und umgesetzt werden.

Entsprechend der Vorgaben der Landesrahmenvereinbarung werden gesundheitsfördernde und präventive Aktivitäten im Sinne integrierter kommunaler Strategien (IKS)/Präventionskette entwickelt.

Dem vom Strategieforum Hamburg definierten Gesundheitsförderungsziel „Stärkung der psychosozialen Gesundheit in jedem Lebensalter“ entsprechend, sollen – mit Hilfe einer systematischen Planung und der Koordination von bedarfsgerechten gesundheitsförderlichen Maßnahmen – alle Aktivitäten darauf ausgerichtet werden, ein umfassendes und tragfähiges Netzwerk zu entfalten, welches an bestehende Strukturen und Angebote anknüpft, erfolgversprechende neue Angebote generiert und den Akteuren ein abgestimmtes Handeln in einer Gesamtstrategie ermöglicht.

Gesund in Eimsbüttel

Lokale Vernetzungsstelle für Gesundheitsförderung „Gesund in Eimsbüttel“: Quartiersbezogene Präventionsketten in Eidelstedt, Schnelsen-Süd und in der Lenzsiedlung

Laufzeit: August 2018 bis Juli 2021

Dieses Projekt beruht auf einer Kooperationsvereinbarung zwischen den gesetzlichen Krankenkassen, dem Bezirksamt Eimsbüttel, der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz sowie der Johann Daniel Lawaetz-Stiftung. Inhalt dieser Vereinbarung ist die gemeinsame Förderung, Koordination und Umsetzung des Projektes.

In diesem Rahmen werden quartiersbezogene Präventionsketten in Eidelstedt, Schnelsen-Süd und der Lenzsiedlung entwickelt. Hiermit soll zur Verbesserung der gesundheitlichen Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche, Menschen im Erwerbsalter und für Senior*innen beigetragen werden.

Gesundheitsförderung und Prävention sind vor allem dann erfolgreich, wenn sie nicht nur das persönliche Gesundheitsverhalten, sondern auch die Lebenswelt jeder/s Einzelnen nachhaltig verändern. Insofern unterstützen die beteiligten Kooperationspartner die Gestaltung gesunder Lebens- welten und die Entscheidung für eine gesundheitsförderliche Lebensweise der Zielgruppen.

Die geförderten Projekte berücksichtigen die Kriterien für gute Praxis der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung. Besonders hervorzuheben sind hier der Setting-Ansatz, Partizipation und Empowerment der Zielgruppen, eine niedrigschwellige Arbeitsweise und die systematische Arbeit mit Multiplikator*innen. Dabei verfolgt die Lokale Vernetzungsstelle Gesundheitsförderung und Prävention folgende Ziele:

  • Aufbau und Weiterentwicklung von Strukturen der Gesundheitsförderung
  • Ausbau von zielgruppen- und themenspezifischen Gesundheitsförderungsansätzen
  • Stärkung von Multiplikatoren

Die gemeinsame Finanzierung aus Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen als Vorhaben der Landesrahmenvereinbarung wird finanziell flankiert durch ein Regionalbudget zur Umsetzung von Projekten, durch Mittel für Gesundheitsförderung aus der Rahmenzuweisung Gesundheit und durch Mittel aus dem Quartiersfonds bezirkliche Stadtteilarbeit.

Ansprechpartner: Das Bezirksamt Eimsbüttel – insbesondere das Gesundheitsamt – übernimmt in eine koordinierende Funktion und ist in Fragen der Steuerung direkter Ansprechpartner. Die Johann Daniel Lawaetz-Stiftung ist für die Projektkoordination „Vor-Ort“ zuständig und verwaltet das Projektbudget.

Link: Lawaetz-Stiftung

Mach mit – bleib fit

Laufzeit: September 2018 bis August 2021

Das bereits gut eingeführte Konzept des Hamburger Sportbundes zur Bewegungsförderung „Mach mit – bleib fit!“ als Angebot für ältere Menschen wird seit Herbst 2018 finanziell gefördert. Dem zugrunde liegt eine Kooperationsvereinbarung zwischen den Krankenkassen, der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz und dem Hamburger Sportbund. Geregelt wird die Umsetzung des Projekts „Mach mit – bleib fit!“ als Angebot für Menschen, deren soziale Situation eine Eigenbeteiligung an den entstehenden Kosten nicht ermöglicht. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln der Krankenkassen als Vorhaben der Landesrahmenvereinbarung Hamburg.

Zielgruppe sind die Senior*innen, welche noch selbstständig im häuslichen Umfeld leben. Durch ein zielgruppenorientiertes Angebot im direkten Lebensumfeld soll zur Verbesserung der gesundheitlichen Chancengleichheit für Senior*innen beigetragen werden. Das Angebot berücksichtigt die Kriterien für gute Praxis der soziallagenbezogenen Gesundheitsförderung, hier vor allem: Partizipation, niedrigschwellige Arbeitsweise und Empowerment der Zielgruppe.

Als Leistungserbringer sind die Stadtteil-Sportvereine tätig, deren Übungsleiter*innen die 2. Lizenzstufe für Prävention oder Rehabiltation vorweisen, bzw. im Herbst 2019 die entsprechende Ausbildung absolvieren.

Ansprechpartnerin

Elisabeth Rahn, Hamburger Sportbund e.V. (HSB), Sportentwicklung / „Mach mit – bleib fit!“

(Stand Oktober 2019)

LINK: Mach mit – bleib fit

Landungsbrücke 2

Landungsbrücke 2 – Gestärkt in die Zukunft

Laufzeit: Mai 2019 bis April 2022

Junge Menschen im Übergang von der Schule in die Ausbildung bzw. den Beruf zu unterstützen und ihr seelisches Wohlbefinden zu stärken – das ist das Ziel von „Landungsbrücke 2“.

Das Projekt richtet sich an Fachkräfte, die in der dualisierten Ausbildungsvorbereitung (AvDual) bzw. der dualisierten Ausbildungs- vorbereitung für Migrant*innen (AvM-Dual) arbeiten. Die Projektmaßnahmen setzen auf der Verhaltens- sowie der Verhältnisebene an. Die Fachkräfte sollen durch verschiedene Angebote darin unterstützt werden, die Ressourcen der Schüler*innen zu erkennen und zu fördern sowie deren Resilienz zu stärken.

In dem Projekt werden die Kriterien für gute Praxis der soziallagen- bezogenen Gesundheitsförderung berücksichtigt. Besonders hervorzuheben sind hier der Setting-Ansatz, die Partizipation und das Empowerment der Zielgruppen, eine niedrigschwellige Arbeitsweise sowie die Arbeit mit Multiplikator*innen.

Das Projekt basiert auf einer Kooperationsvereinbarung zwischen den Krankenkassen, der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, der Bundesagentur für Arbeit, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, dem Hamburger Institut für Berufliche Bildung, dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung, der Unfallkasse Nord sowie der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V.

Es wird als Vorhaben der Landesrahmenvereinbarung Hamburg aus Mitteln der Krankenkassen sowie der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz finanziert. Zusätzlich unterstützen die o.a. Kooperationspartner*innen die Projektdurchführung mit Personalressourcen und Sachleistungen.

Ansprechpartnerin: Svenja Rostosky, Referentin für Gesundheitsförderung bei der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG). Die HAG ist für die Koordination, Steuerung und Durchführung des Projekts zuständig.

Stand November 2019

Geschützte Räume für gestresste Kinder

Verbesserung der gesundheitlichen Chancengleichheit von Kindern in vier Grund- und Stadtteilschulen in Lurup und Osdorfer Born.

Laufzeit: September 2019 bis Februar 2020. Zur Verstetigung wird das Projekt ab dem 1. März 2020 bis zum 31. Dezember 2022 über das GKV-Bündnis für Gesundheit finanziert.

Mit dem Vorhaben werden in der Ganztagsbetreuungszeit am Nachmittag an vier Ganztagsschulen in Lurup und am Osdorfer Born (Bezirk Hamburg-Altona) niedrigschwellig resilienzfördernde Angebote wie bspw. soziale Gruppenarbeit realisiert.

Das Angebot adressiert Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 14 Jahren in belasteten Lebenslagen sowie deren Freunde und Mitschüler*innen, die sie entweder zum Angebot begleiten oder selber daran teilnehmen. Hierdurch soll zur Verbesserung der gesundheitlichen Chancengleichheit von Kindern in Schulen in Lurup und Osdorfer Born beigetragen werden.

Ziele des Vorhabens:

Verhaltensbezogene Ziele des Vorhabens:

  • Die Kinder wissen um die Relevanz eines wertschätzenden Umgangs mit sich selbst und anderen Personen im privaten sowie schulischen Umfeld. Dies gilt insbesondere für den Umgang mit Kindern aus psychosozial belasteten Familien.
  • Die beteiligten Kinder und alle, die durch die Situation der Kinder mitbelastet sind (Familie, Mitschüler*innen, Lehrer*innen) sind nachhaltig seelisch gestärkt und weniger durch Stress belastet.
  • Die Kinder tolerieren und akzeptieren die individuellen Unterschiedlichkeiten anderer Personen und können sich diesen gegenüber angemessen verhalten.
  • Die Kinder haben Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltensprobleme überwunden und sind stabilisiert in folgenden Bereichen:

     - emotionale und soziale Kompetenzen
     - angemessene Selbstbehauptung
     - Selbstwertstärkung und Ressourcenaktivierung
     - Steigerung der Frustrationstoleranz
     - Selbstreflexion und Selbstkontrolle
     - Eigenverantwortlichkeit
     - differenzierte soziale Wahrnehmung

Verhältnisbezogene Ziele des Vorhabens:

  • Schul- und Trägerübergreifende fachliche und kooperative Weiterentwicklung der Netzwerke in Lurup und am Osdorfer Born zur Verbesserung der Lebenssituation seelisch belasteter Kinder.
  • Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses von der Situation von Kindern aus belasteten Lebenslagen im Ganztagsschulalltag und Verbesserung der Rahmenbedingungen
  • Die Kinder und Eltern sind im Sozialraum gut vernetzt und angebunden.
  • Ein bedarfsgerechter Austausch mit Eltern und Lehrer*innen ist etabliert.
     

Das Projekt basiert auf einer Kooperationsvereinbarung zwischen den Krankenkassen, dem Bezirksamt Altona und dem Lichtwark-Forum Lurup e.V.  Es wird als Vorhaben der Landesrahmenvereinbarung Hamburg aus Mitteln der Krankenkassen finanziert.

Ansprechpersonen:
Sabine Tengeler, Geschäftsstelle für Gesundheitsförderung Lurup (Lichtwark-Forum Lurup e.V.)

Stand April 2020

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