Leben mit Demenz

Arbeitsgruppen und Projekte

Unter dem Dach der Landesinitiative arbeiten engagierte Akteure aus ganz Hamburg in Arbeitsgruppen (AGs) zusammen

Kaffeekränzen älterer Menschen
Die Landesinitiative fördert den Austausch und die Zusammenarbeit in Hamburg

Handlungsfelder

Die Landesinitiative engagiert sich in den sechs Handlungsfeldern:

  • Beratung und Information, Entlastung
  • Medizinische Versorgung
  • Pflegerische Versorgung
  • Teilhabe und Kultur
  • Schulung, Qualifizierung
  • Regionale Netzwerke und übergreifende Zusammenarbeit

Arbeitsgruppen

In der Landesinitiative sind derzeit acht Arbeitsgruppen aktiv, die sich jeweils einem oder mehreren Handlungsfeldern zuordnen lassen. Die AGs sind die Basis der Landesinitiative, in denen an der Umsetzung ihrer Ziele gearbeitet wird.

An der Mitarbeit Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen! Bitte wenden Sie sich bei Interesse an die Koordinationsstelle.

Forum Konferenzen und Allianzen

Eine weitere wichtige Arbeitsgruppe ist das Forum Konferenzen und Allianzen. Es dient dem Austausch und der landesweiten Zusammenarbeit zwischen den regionalen Hamburger Demenz-Netzwerken, den lokalen Allianzen und den bezirklichen Vertreter*innen.

Eine Darstellung der Ziele, Arbeitsergebnisse und Ansprechpartner*innen der AGs sowie des Forums Konferenzen und Allianzen finden Sie auf den folgenden Seiten.

Regeln der Zusammenarbeit

Hier stehen Ihnen die Regeln der Zusammenarbeit der Landesinitiative zum Download zur Verfügung.

 

AG Öffentlichkeitsarbeit

Um Menschen mit Demenz und ihren Familien und Freunden das Leben zu erleichtern, ist es wichtig, die Öffentlichkeit über diese Thematik aufzuklären und die Wahrnehmung von Menschen mit Demenz in der Gesellschaft positiv zu beeinflussen. Dazu will die AG Öffentlichkeitsarbeit beitragen. Darüber hinaus soll die Öffentlichkeit über die Aktivitäten der Landesinitiative sowie Neuerungen und Angebote informiert werden.

Die AG plant und organisiert die jährliche Aktionswoche Demenz, die hamburgweit rund um den Welt-Alzheimer Tag im September stattfindet und zentrale Veranstaltungen in allen sieben Hamburger Bezirken durchführt.

Die AG hat auch aktiv an der  Broschüre „Leben mit Demenz in Hamburg“ mitgearbeitet und berät bei notwendigen Aktualisierungen. Die Broschüre enthält umfassende Informationen zum Thema Demenz und gibt einen Überblick über die vielfältigen Beratungs- und Unterstützungsangebote in Hamburg (letzter Stand 2018). Die Broschüre steht auch auf der Homepage der Sozialbehörde zum Download zur Verfügung und kann bei Bedarf auch als gedrucktes Exemplar über den Broschürenservice der Behörde bezogen werden.

Mitglieder der AG Öffentlichkeitsarbeit sind die Sprecher*innen der AGs der Landesinitiative und der regionalen Demenz-Netzwerke sowie Vertreter*innen der Sozialbehörde, des BKK-Landesverbands Nordwest und die Koordinationsstelle der HAG e.V.

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AG Kompetenz- und Hilfekette Demenz

Damit Menschen mit Demenz sowie ihre An- und Zugehörigen möglichst schnell entlastende Angebote finden und in Anspruch nehmen können, ist eine verlässliche Zusammenarbeit von medizinischem und pflegerischem Versorgungssektor und Pflegeberatung essenziell.

Mit dem Aufbau einer Kompetenz- und Hilfekette rund um die Diagnose Demenz soll die Zusammenarbeit von Haus- und Facharztpraxen, Fachkliniken, Apotheken sowie beratenden und unterstützenden Angeboten wohnortnah verbessert werden. Vertreterinnen und Vertreter dieser Institutionen arbeiten daher in dieser AG gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Alzheimer Gesellschaft, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, der Pflegekassen sowie der Sozialbehörde.

Menschen mit Demenz sowie ihren An- und Zugehörigen sollen durch die bessere Verzahnung der vorhandenen Angebote zeitnah passgenaue und abgestimmte Hilfen angeboten werden können. Diese Form der verlässlichen Zusammenarbeit soll die patient*innenbezogenen ärztlichen Entscheidungen nicht ersetzen. Die Zusammenarbeit soll vielmehr dazu beitragen, alle Beteiligten zu entlasten und Handlungsmöglichkeiten transparent zu gestalten.

Mit der Unterzeichnung der Hamburger Eckpunkte für den Aufbau einer Kompetenz- und Hilfekette Demenz erklärten sich die Partner Ende 2015 bereit, zukünftig an der Verbesserung einer wohnortnahen und sektorenübergreifenden verlässlichen Zusammenarbeit beruflicher Nachbarn entsprechend ihrem jeweiligen Wirkungsbereich mitzuwirken.

Eckpunkte KoKeD

Die Hamburger Eckpunkte für den Aufbau einer Kompetenz- und Hilfekette Demenz erhalten Sie bei Interesse bei der Koordinatorin der Landesinitiative.

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AG Weiterentwicklung stationärer Angebote

In Hamburg leben circa 16.000 Bewohnerinnen und Bewohner in vollstationären Pflegeeinrichtungen. Der Anteil der Menschen mit Demenz liegt dabei zwischen 50 und 75 Prozent und es ist zu erwarten, dass dieser Anteil zukünftig weiter steigen wird.

Zur Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Demenz in Wohn-Pflegeeinrichtungen wurde im Mai 2014 ein Projekt begonnen, das Einrichtungen dabei unterstützt, ihr fachliches Know-how im Umgang von Menschen mit Demenz weiterzuentwickeln. Die teilnehmenden Einrichtungen wurden in der Konzeptentwicklung und der anschließenden Umsetzung begleitet und beraten. Zudem verfolgte das Projekt das Ziel, den fachlichen Austausch zwischen den Einrichtungen sowie das Fortbildungsangebot für Mitarbeitende und Angehörige zu verbessern.

Die teilnehmenden Wohn-Pflegeinrichtungen passten dabei innerhalb von zwei Jahren einen Teil ihrer Wohnbereiche konzeptionell und organisatorisch noch mehr als bisher den Bedürfnissen ihrer Bewohnerinnen und Bewohnern mit Demenz an. Die Arbeitsschwerpunkte waren in den beteiligten elf Einrichtungen unterschiedlich. So setzten Einrichtungen organisatorische wie bauliche Veränderungen in Richtung kleinerer, überschaubarerer und vertrauterer Wohnbereiche um. Andere optimierten die Personaleinsatzplanung im Interesse der Mitarbeitenden und zum Wohle von Menschen mit Demenz und noch andere arbeiteten an einer individualisierten Tagesgestaltung für Menschen mit Demenz.

Das von der Sozialbehörde geförderte Projekt wurde vom Hamburg Center for Health Economics wissenschaftlich evaluiert. Gesteuert wurde das Vorhaben durch die Ev. Berufsschule für Pflege des Rauhen Hauses, die Hamburgische Pflegegesellschaft, die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, das Hamburg Center for Health Economics, das Diakonische Werk sowie die Hamburger Koordinationsstelle für Wohn-Pflege-Gemeinschaften.

Im April 2017 wurde unter dem Titel „Luft und Liebe - Zur Weiterentwicklung der Angebote für Menschen mit Demenz in Pflegeeinrichtungen“ von der Ev. Berufsschule für Pflege des Rauhen Hauses eine Handreichung für Mitarbeitende und Führungskräfte herausgegeben, in der die Erfahrungen aus dem Projekt gesammelt wurden.

Abschlussbericht des Projekts

Weiterentwicklung stationärer Angebote für Menschen mit Demenz im Rahmen der Landesinitiative Leben mit Demenz in Hamburg.

Evaluationsbericht

Weiterentwicklung stationärer Angebote für Menschen mit Demenz April 2017

Handreichung für Mitarbeitende und Führungskräfte

Dies ist die Handreichung zum Modellprojekt „Weiterentwicklung stationärer Angebote für Menschen mit Demenz.

Projektbeschreibung

Hier erhalten Sie einen Überblick über Ziele, Organisation und Ablauf des Projekts.

Liste teilnehmender Pflegeeinrichtungen

Diese Übersicht informiert darüber, welche Einrichtungen am Projekt teilgenommen haben.

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Angehörigenhilfe Demenz

Die Angehörigenhilfe Demenz für Hamburg (AHDH) ist ein Arbeitszusammenschluss von Trägern, die Angebote zur Unterstützung im Alltag für Menschen mit und ohne Demenz sowie deren Angehörige in Hamburg bereitstellen. Dies schließt auch nahestehende Zugehörige und gesetzliche Betreuer*innen ein.

Mit Angeboten zur Unterstützung im Alltag sind insbesondere Betreuungs- und Entlastungsangebote gemeint, die maßgeblich durch den Einsatz von geschulten Ehrenamtlichen erbracht werden und dazu dienen, die Teilhabe und das Leben im häuslichen Umfeld zu stärken. Hierzu gehören z.B. Besuchsdienste, Betreuungsgruppen oder Gesprächsgruppen für Angehörige.
Die Angebote der AHDH werden auf Basis der Hamburgischen Pflege-Engagement Verordnung (HmbPEVO) in Verbindung mit § 45a SGB XI gefördert und bereitgestellt.

Über die Unterstützung und Entlastung von Menschen mit und ohne Demenz sowie pflegende Angehörige hinaus ist die Gewinnung, Schulung und fachliche Begleitung von ehrenamtlichen Personen für die Aufgaben zentrales Ziel der AHDH.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur Angehörigenhilfe Demenz für Hamburg finden Sie hier.

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AG Demenz im Krankenhaus

Im Zuge des demografischen Wandels steigt auch die Anzahl älterer und alter Menschen in Krankenhäusern. Nach Schätzungen sind heute etwa zehn bis 15 Prozent der Krankenhauspatientinnen und -patienten, die wegen einer somatischen (körperlichen) Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden, an Demenz erkrankt oder leiden an kognitiven Störungen.

Häufig ist eine Demenz beziehungsweise eine kognitive Störung auch noch gar nicht diagnostiziert. Die betroffenen Menschen benötigen für eine Behandlung im Krankenhaus besondere Rahmenbedingungen, eine besondere Fürsorge beziehungsweise Betreuung.

Eine ganze Reihe von Hamburger Krankenhäusern hat sich bereits auf die Herausforderungen für die Versorgung von Menschen mit Demenzerkrankungen eingestellt und zur verbesserten Versorgungsstruktur für diese Gruppe von Patientinnen und Patienten spezielle Versorgungsangebote und auch geschützte Räumlichkeiten geschaffen.

Dazu gehören:

  • Gedächtnissprechstunden/Memory-Kliniken,
  • spezielle Stationen für Patientinnen und Patienten mit Demenzerkrankungen in Hamburger Krankenhäusern in den Bereichen Innere Medizin, Geriatrie und Psychiatrie/Psychotherapie.

Ein aktueller Flyer soll dazu beitragen, dass viele Hamburgerinnen und Hamburger sich besser in der Hamburger Krankenhauslandschaft orientieren und die geeigneten Versorgungsangebote für Menschen mit demenziellen Erkrankungen in Hamburger Krankenhäusern auswählen können.

Um die Versorgung weiter zu verbessern, arbeitet die Sozialbehörde in dieser Arbeitsgruppe (AG) zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern der Hamburger Krankenhäuser, der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft sowie der Alzheimer Gesellschaft Hamburg.

Die AG arbeitet aktuell u.a. an der Erarbeitung eines Schulungskonzeptes für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Krankenhäusern zum Umgang mit Patientinnen und Patienten mit demenziellen Erkrankungen, an der Entwicklung eines Lehrfilms sowie der Aktualisierung der in 2014 entwickelte Broschüre „Demenzielle Erkrankungen im Krankenhaus – Empfehlungen für Hamburger Krankenhäuser zur Verbesserung der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit kognitiven Einschränkungen an die Hamburger Krankenhäuser“.

In 2019 hat die AG ein Filmprojekt „Demenz und Krankenhaus“ realisiert: Menschen mit Demenz stellen sowohl Angehörige als auch das Personal in Krankenhäusern vor besondere Herausforderungen. Wie Situationen im Alltag gut gemeistert werden können, zeigt der neue Schulungsfilm „Demenz und Krankenhaus“. Die 11 Filmclips zum Umgang, der Behandlung sowie Pflege und Begleitung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus wurden im Auftrag der Sozialbehörde durch die michaelismedia GmbH realisiert. Begleitet wurde das Filmprojekt, das in einem Hamburger Krankenhaus gedreht wurde, mit wissenschaftlicher, medizinischer und pflegerischer Unterstützung durch Hamburger Krankenhäuser sowie der Alzheimer Gesellschaft Hamburg.

Den Film finden sie hier:  „Demenz und Krankenhaus“.

Informationsflyer demenzielle Erkrankungen

Flyer mit Informationen zu besonderen Versorgungsangeboten für Menschen mit demenziellen Erkrankungen in Hamburger Krankenhäusern.

Informationsbroschüre Demenzielle Erkrankungen im Krankenhaus

Informationsbroschüre mit Empfehlungen für Hamburger Krankenhäuser zur Verbesserung der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit kognitiven Einschränkungen.

Handlungsleitfaden zu Patientenautonomie im Krankenhaus

Vom Evangelischen Krankenhaus Alsterdorf herausgegebenen Handlungsleitfaden "Menschen mit Demenz im Krankenhaus – Wahrung der Patientenautonomie in Diagnostik und Therapie".

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AG Beginnende Demenz

Menschen mit beginnender Demenz brauchen eigene Angebote, sie haben andere Bedürfnisse als Menschen mit fortgeschrittener Demenz.

Beginnende Demenz bedeutet zunächst nur, dass einige wenige Einschränkungen und Symptome vorhanden sind. Die vorhandenen Kompetenzen überwiegen und die Angebote versuchen, diese Ressourcen zu stärken und wollen dazu beitragen, dass Betroffene trotz Demenz weiterhin ein normales Leben leben können. Wichtig ist außerdem den Austausch mit anderen Betroffen zu ermöglichen, um auch der Isolation und dem Rückzug aufgrund der Diagnose entgegenzuwirken.

In dieser AG arbeiten Akteure der Alzheimer Gesellschaft, des Deutschen Roten Kreuzes, der Malteser, der Diakonie, der Caritas, des Seniorenwerks, der Hamburger Kirchenkreise, der Privaten Pflegeberatung Compass sowie des Seniorenbeirats zusammen.

Die AG setzt sich für folgende Ziele ein:

  • Information über bestehende Angebote für alle zugänglich machen
  • Änderung in der Wahrnehmung, Menschen mit beginnender Demenz sind nicht unbedingt als solche erkennbar
  • Vorurteile abbauen
  • Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen durch Schaffung vielfältiger Angebote
  • Bestehende Angebote für Menschen mit Demenz öffnen (z.B. Sportverein) und somit Inklusion ermöglichen
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AG Kultur und Demenz

Kulturelle Teilhabe für Menschen mit Demenz findet häufig nicht statt, weil es wenige geeignete Angebote gibt, geeignete Angebote für Betroffene und Angehörige nicht erkennbar oder auffindbar sind. Auch ziehen betroffene Familien sich häufig vom gesellschaftlichen Leben zurück, weil sie Angst haben, mit dem besonderem Verhalten des/der Betroffenen aufzufallen.

Die AG hat zum Ziel, die Bedingungen für die kulturelle Teilhabe von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern. Das bedeutet zum einen, mit Kultur-Institutionen ins Gespräch zu kommen, zu sensibilisieren und zu öffnen. Zum anderen bedeutet es, betroffene Familien zur Teilhabe zu ermutigen und ihnen entsprechende Informationen zur Verfügung zu stellen. Die AG möchte dabei durch die Heterogenität der teilnehmenden Institutionen ein möglichst breites Wissen um Angebote und Aktivitäten zusammentragen, Synergien nutzen, voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen, um einzelne Projekte und Angebote zu fördern, ebenso aber auch um gemeinsam eine große Bewegung zu schaffen, statt einzeln kleine Wellen zu erzeugen.

Erste konkrete Aufgaben waren die Zusammenführung aller Hamburger Museen und Abstimmung eines einheitlichen Weges im Angebot für Menschen mit Demenz. Außerdem wurde eine Plattform geschaffen, auf der Kulturschaffende Angebote aufführen und Kultursuchende diese finden und auswählen können.

Im nächsten Schritt sollen nun insbesondere die Theater eingebunden sowie Akteure in den Stadtteilen angesprochen werden.

Wir freuen uns sehr über aktive Teilnahme und laden Interessierte zu unseren nächsten Treffen ein.

Angebote der Hamburger Museen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen

Angebote der Hamburger Museen, die auf Menschen mit Demenz ausgerichtet sind, finden Sie hier:

Veranstaltungskalender für demenzsensible Kulturangebote in Hamburg

Kostenfreie demenzsensible Kulturangebote finden Sie im Online-Veranstaltungskalender.

Weitere Angebote zur Freizeitgestaltung für Menschen mit Demenz

Eine Auswahl weiterer Freizeitangebote für Menschen mit Demenz finden Sie hier.

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AG Migration und Demenz

Im Januar 2019 trafen sich auf Einladung der Koordinationsstelle der Landesinitiative etwa 30 Akteure aus der Altenhilfe, Verbänden und Einrichtungen für Menschen mit Migrationshintergrund, Krankenhäusern, Selbsthilfe, Beratung und Seniorenbeiräten zu einem Workshop, um darüber zu diskutieren, wie die Versorgungssituation von Menschen mit Demenz und Migrationshintergrund in Hamburg verbessert werden könnte. Nach Hochrechnungen des Deutschen Zentrums für neurodegenerative Erkrankungen leben in Hamburg derzeit etwa 2400 Menschen mit Demenz und Migrationshintergrund.

Das Folgetreffen am 20. März war der Auftakt zur Gründung einer AG „Migration und Demenz“ im Rahmen der Landesinitiative. Die AG will die Entwicklung bedarfsgerechter Angebote anregen, eine für die Zielgruppe geeignete Öffentlichkeitsarbeit entwickeln und zur Entstigmatisierung der Erkrankung beitragen.

Außerdem wird mit dem DialogNetz ein „Netzwerk Migration und Demenz in Hamburg“ ins Leben gerufen, das sich jährlich trifft. Ziele des DialogNetz sind Vernetzung und Austausch sowie das Benennen und Anstoßen von relevanten Themen.

Das erste Arbeitsergebnis der AG „Migration und Demenz“ ist eine Übersicht mit „Angeboten für Menschen mit Demenz und Migrationshintergrund in Hamburg“, die es Beratungseinrichtungen erleichtern soll, auf entsprechende Angebote hinzuweisen. Die Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und soll sukzessive erweitert werden.

Die Leitlinie der Ag Migration und Demenz finden Sie hier.

Die Landesinitiative Leben mit Demenz in Hamburg ist seit November 2018 Kooperationspartnerin im Projekt DeMigranz, Demenz Support Stuttgart. Der Aufbau der AG Migration und Demenz wird durch Mitarbeiterinnen des Projekt DeMigranz begleitet.

DeMigranz, Demenz Support Stuttgart

Informationen zum Projekt DeMigranz finden Sie hier.

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Schulungsangebot BasisQ –
Basisqualifikation Demenz

Das Schulungsangebot für den Dienstleistungsbereich

Ausgehend von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe der Landesinitiative Leben mit Demenz in Hamburg wurde am Competence Center Gesundheit der HAW Hamburg das Schulungsprogramm BasisQ entwickelt, erprobt und evaluiert. BasisQ richtet sich an Mitarbeitende im personenzentrierten Dienstleistungsbereich, die auf Menschen mit Demenz treffen (können).

Dabei kommt es immer wieder zu Begegnungen, die ratlos machen und die gewohnten Abläufe kräftig durcheinanderbringen. Ob Verkäufer*innen, Kellner*innen oder Polizist*innen: Wer im Kundenkontakt steht, muss dementielle Veränderungen nicht nur erkennen, sondern auch wissen, wie sie/er damit umzugehen hat. Und selbst die Profis aus Pflege und Medizin geraten hier manchmal an ihre Grenzen. Das dreistündige Schulungsangebot setzt an dieser Stelle an und vermittelt primär kein Faktenwissen, sondern vielmehr das Verstehen des demenz-logischen Verhaltens, um lösungsorientiert reagieren zu können.

Die Durchführung der Schulungen erfolgt durch geschulte Dozentinnen und Dozenten, die in Tandems zusammenarbeiten – je eine Fachkraft aus dem gerontopsychiatrischen Feld und ein*e Angehörige*r von Menschen mit Demenz. Dadurch werden Bezüge zur professionellen Perspektive und zur Betroffenenperspektive hergestellt. Die Evaluation des Schulungsangebotes zeigt letztendlich, dass das Verständnis für Menschen mit Demenz positiv verändert und Teilnehmende sicherer im Umgang mit Betroffenen werden.

Im BasisQ-Flyer finden Sie weiterführende Informationen. Nehmen Sie auch gerne den Kontakt auf, wenn Sie sich selbst für eine Schulung interessieren oder Bedarfe dafür sehen.

BasisQ-Homepage Basisqualifikation Demenz

Hier finden Sie weitere Hinweise zum Schulungsprogramm BasisQ

BasisQ-Flyer Basisqualifikation Demenz

Der BasisQ-Flyer enthält nähere Informationen zum Schulungsprogramm und zu den Ansprechpartner*innen und ist als Download hier unten zu finden.

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AG Psychosoziale Entlastung

Erfahrungsgemäß sind Angehörige bei der Betreuung und Pflege des ihnen nahestehenden demenziell veränderten Menschen dringend auf Unterstützung und Entlastung angewiesen. Ohne parallele Betreuung der Erkrankten sind sie beispielsweise oftmals nicht in der Lage, die für sie hilfreichen Angebote wahrzunehmen. Ohne eine fachliche, psychosoziale Begleitung laufen Angehörige Gefahr, sich zu überlasten. Für eine Verbesserung der Begleitung und Beratung der Angehörigen sowie einen Aufbau der Unterstützungsnetzwerke sind Transparenz und gute Öffentlichkeitsarbeit erforderlich.

Um die Bekanntheit und aktive Inanspruchnahme der Angebote zur psychosozialen Entlastung Angehöriger zu erhöhen, wurde von der Arbeitsgruppe eine Übersicht über bestehende Angebote in Hamburg erarbeitet. Sie soll Beratende auf einen einheitlichen Informationsstand bringen und so Anlauf- und Beratungsstellen zum Thema Demenz besser zugänglich machen. Eine Zusammenfassung der Erkenntnisse wurde in der Neuauflage der BGV-Broschüre „Leben mit Demenz in Hamburg“ veröffentlicht. Weitere Arbeitsergebnisse und -erkenntnisse der AG wurden in der Fachzeitschrift Standpunkt: sozial „Demenz – Herausforderungen und Perspektiven“ Ausgabe 01/2014 dargestellt.

Vertreterinnen und Vertreter des Paritätischen Hamburg, des Vereins wir pflegen, der Hamburger Pflegestützpunkte, der Hamburgischen Brücke, des Diakonischen Werkes, der Beratungsstelle Charon, der AOK Rheinland/Hamburg, der Alzheimer Gesellschaft, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg sowie der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz haben in dieser AG zusammengearbeitet. Mit der Vorlage der Übersicht über bestehende Angebote zur psychosozialen Entlastung wurde der Arbeitsauftrag der Arbeitsgruppe erfüllt. Aktuell finden keine weiteren AG-Treffen statt.

Welche Angebote sind gefragt?

Durch das nachstehende PDF erhalten Sie eine Übersicht, welche Beratungs- und Unterstützungsangebote in welchen Stadien der demenziellen Erkrankung von Angehörigen wie auch von Betroffenen selbst besonders nachgefragt werden.

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Forum Konferenzen und Allianzen

Die Unterstützung von an Demenz erkrankten Menschen und ihren Angehörigen stellt – auch in den kommenden Jahren – eine zentrale Herausforderung für unsere Gesellschaft dar. Eine Demenzdiagnose darf nicht zum Ausschluss aus der Gesellschaft führen. Es werden daher vor Ort Strukturen benötigt, die Erkrankten und ihren Familien helfen, in ihrem Alltag mit und trotz Demenz so normal wie möglich weiterzuleben.

Vor diesem Hintergrund hatte der Bund in ganz Deutschland Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz ins Leben gerufen (vgl. www.lokale-allianzen.de). Diese wurden über einen Zeitraum von zwei Jahren mit jeweils 10.000 Euro gefördert. Die Lokalen Allianzen arbeiteten auf kommunaler Ebene. Es ging dabei um die Bündelung und Vernetzung der Potenziale von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Gewerbe, Bildungseinrichtungen, Politik und Kommunalverwaltung. Ziel war es, die Lebenssituation der Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen dauerhaft zu verbessern. Die Förderung über das Programm Lokale Allianzen lief Ende 2018 aus. Seit Januar 2019 gibt es eine Förderrichtlinie der Stadt Hamburg: „Kleinräumige Netzwerke – Leben mit Demenz“, über die lokale Netzwerke und Initiativen eine Förderung beantragen können.

Darüber hinaus wurden zur Förderung der Gesundheit sowie zur Sicherung und qualitativen Weiterentwicklung der Versorgung pflegebedürftiger Menschen in den Bezirken Gesundheits- und Pflegekonferenzen eingerichtet. Diese Konferenzen dienen auch der besseren kleinräumigen Abstimmung der Versorgungsangebote.

Außerdem gibt es in Hamburg inzwischen in jedem Bezirk ein regionales Demenz-Netzwerk. Einige dieser Netzwerke sind aus lokalen Allianzen hervorgegangen, andere sind AGs der Gesundheits- und Pflegekonferenzen.

Das Forum Konferenzen und Allianzen wurde geschaffen, um diese lokalen Netzwerke, d.h. die (bisherigen) Lokalen Allianzen, die bezirklichen Gesundheits- und Pflegekonferenzen sowie andere lokale Demenz-Netzwerke miteinander und mit den stadtweiten Projekten zu verbinden.

Das Forum Konferenzen und Allianzen soll dem fachlichen Austausch dienen, neue Anregungen für die Weiterentwicklung der sozialräumlichen Angebotsstruktur bieten und darüber hinaus die Identifizierung übergreifender Themen (inhaltlich und strukturell) ermöglichen. Es trifft sich halbjährlich. Teilnehmende sind Vertreterinnen und Vertreter der regionalen Demenz-Netzwerke, der Gesundheits- und Pflegekonferenzen sowie der lokalen Allianzen.

Förderrichtlinie der Stadt Hamburg: „Kleinräumige Netzwerke – Leben mit Demenz“

Informationen finden Sie auf dieser Seite.

Arbeitsergebnisse der Unterarbeitsgruppe „Struktur“

Das Zusammenspiel übergreifender und regionaler Gremien und Arbeitsstrukturen wurde analysiert. Damit verbundene Anforderungen an eine effektive und nachhaltige Arbeits- und Koordinationsstruktur wurden erarbeitet. Die Präsentation der Arbeitsergebnisse finden Sie in folgendem Download.

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Ruhende AGs

AG Hochschulen und AG Ambulante Dienste

Die Arbeit dieser AGs ruht derzeit.

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