Gesundheitsförderung im Übergang

Landungsbrücke 2

Mit dem Projekt „Landungsbrücke 2“ unterstützt die HAG Fachkräfte darin, das seelische Wohlbefinden junger Menschen im Übergang Schule – Ausbildung/Beruf zu fördern.

Symbolbild
„Landungsbrücke 2“ unterstützt junge Menschen auf ihrem Weg in die Zukunft

Aktuelles

Landungsbrücke 2 – Gestärkt in die Zukunft

Der Übergang von der Schule in die Ausbildung bzw. den Beruf spielt für junge Menschen eine entscheidende Rolle. Um sie in dieser Lebensphase zu unterstützen, hat die HAG im Auftrag des Koordinierungsgremiums der Landesrahmenvereinbarung Hamburg (LRV Hamburg) das Projekt "Landungsbrücke 2" entwickelt. Das Projekt verfolgt das Ziel, das seelische Wohlbefinden junger Menschen im Übergang zu fördern.

Das Projekt richtet sich an Fachkräfte der dualisierten Ausbildungsvorbereitung (AvDual) und/oder der dualisierten Ausbildungsvorbereitung für Migrant*innen (AvM-Dual), die an berufsbildenden Schulen arbeiten und in direktem Kontakt mit jungen Menschen stehen.

„Landungsbrücke 2“ wurde als Vorhaben der Landesrahmenvereinbarung Hamburg für eine Projektlaufzeit von drei Jahren (bis April 2022) von an der LRV Hamburg beteiligten Akteuren sowie weiteren Kooperationspartner*innen gemeinschaftlich gefördert und umgesetzt.

Videobeitrag „Mein Weg“

Wie sie ihre Situation beim Übergang von der Schule in die Ausbildung/in den Beruf wahrnehmen, das berichten acht Jugendliche in einem Video, das im Rahmen des Projekts „Landungsbrücke 2“ entstanden ist. Brian, David, Lucas, Pyriam, Naseeba, Mikail, Luca und Jan-Felix besuchten zum Zeitpunkt der Interviews die dualisierte Ausbildungsvorbereitung bzw. die dualisierte Ausbildungsvorbereitung für Migrant*innen. Im Film beschreiben sie ihre aktuelle Situation, erzählen von Herausforderungen im Übergang Schule – Ausbildung/Beruf, von der Unterstützung, die sie von anderen erhalten und beschreiben eigene Strategien sowie ihre Zukunftswünsche und -perspektive.

Das Video kann überall dort eingesetzt werden, wo junge Menschen oder Fachakteure in das Thema „Seelisches Wohlbefinden im Übergang Schule – Ausbildung/Beruf“ einsteigen möchten, wie zum Beispiel im Schulunterricht, in Fortbildungen oder auf Fachtagungen. 

Der Kurzfilm ist in Zusammenarbeit mit Filippa Bauer (Regie), Igor Novic (Kamera) und Sarah Weber (Schnitt) entstanden. Die Jugendlichen waren Schüler*innen an der Beruflichen Schule für Wirtschaft und Handel in Hamburg-Mitte, der Beruflichen Schule für Medien und Kommunikation sowie an der Beruflichen Schule Itech Elbinsel Wilhelmsburg.

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Projektbausteine

Die Projektbausteine setzen auf der Verhaltens- sowie der Verhältnisebene an. Durch die verschiedenen Angebote erhalten die Fachkräfte Fachwissen und Handwerkszeug, um die psychosozialen Ressourcen ihrer Schüler*innen sowie deren Resilienz zu fördern. Des Weiteren werden sie darin unterstützt, das Thema langfristig in die Strukturen ihrer Schulen zu integrieren. 

Innerhalb der Projektlaufzeit wurden drei Fortbildungsreihen angeboten. Insgesamt wurden knapp 50 Fachkräfte aus 13 der insgesamt 23 berufsbildenden Schulen mit dem Bildungsangebot der AvDual bzw. der AvM-Dual in Hamburg erreicht.

Die Fortbildungsreihe besteht aus folgenden vier Modulen:

  • Modul 1 „Jugend- und Übergangsphase"
  • Modul 2 „Resilienz und Schutzfaktoren“
  • Modul 3 „Ressourcenorientiertes Arbeiten“
  • Modul 4 „Praxistransfer“
     

Im Fokus der Fortbildungsreihe steht neben der Ressourcenorientierung und -förderung sowie der Resilienzstärkung vor allem die niedrigschwellige und nachhaltige Praxisübertragung der Inhalte im Vordergrund. Um den Praxistransfer zu unterstützen, begleitete die HAG die teilnehemenden Schulen im Anschluss  an die Fortbildungsreihe dabei, passgenaue und bedarfsgerechte Praxisprojekte zu planen und umzusetzen. Zudem wurde ein Methodentool konzipiert, das die Umsetzung der Projektinhalte in die Praxis unterstützt.

Die HAG hat alle Fachkräfte, die bereits an einem Fortbildungsdurchlauf teilgenommen haben, zum regelmäßigen Fachaustausch eingeladen. Neben dem fachlichen Input dient diese Veranstaltung dem kollegialen Erfahrungsaustausch, der Erweiterung vorhandener Kompetenzen sowie der Vernetzung der Fachkräfte.

Innerhalb der Projektlaufzeit haben außerdem zwei Fachtagungen stattgefunden, zu denen interessierte Fachkräfte eingeladen waren.

Zur Sicherung der Qualität wurde „Landungsbrücke 2“ durch das externe Evaluationsinstitut „AGENON Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Gesundheitswesen mbH“ begleitend evaluiert.

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Kooperationspartner*innen

„Landungsbrücke 2“ ist ein Gemeinschaftsprojekt im Rahmen der LRV Hamburg, das in Kooperation und Zusammenarbeit mit folgenden Akteuren umgesetzt wurde:

  • Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration
  • Bundesagentur für Arbeit
  • Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV), Landesverband Nordwest
  • Gesetzliche Krankenkassen/-verbände in Hamburg
  • Hamburger Institut für Berufliche Bildung
  • Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V.
  • Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung
  • Unfallkasse Nord
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Ausgangslage

Die Übergangsphase von der Schule in die Ausbildung bzw. den Beruf ist durch viele Entwicklungsaufgaben und Herausforderungen geprägt. Neben einem Wechsel des Status und der eigenen Rolle stehen Prozesse der Identitätsfindung, der Verselbstständigung sowie der Entwurf persönlicher Ziele und Lebenspläne im Vordergrund. Je nach Bewältigung der damit verbundenen Herausforderungen kann sich der Übergang positiv oder negativ auf die individuelle Entwicklung auswirken.

Junge Menschen, die nach Verlassen der allgemeinbildenden Schule keinen direkten Anschluss an zum Beispiel eine Ausbildung haben, münden in Hamburg in Maßnahmen des Übergangssystems. Häufig wird das mit einem nicht gelungenen Übergang gleichgesetzt, was vor allem negative Auswirkungen auf die persönliche und berufliche Entwicklung als auch auf die Gesundheit haben kann. Aus diesem Grund ist es wichtig, junge Menschen im Übergang zu unterstützen und diesen positiv zu gestalten.

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Hintergrund

Basis für das Projekt „Landungsbrücke 2“ sind die Ergebnisse des Modellprojektes „Landungsbrücke – Übergänge meistern!“. Das Modellprojekt haben die Hamburger Krankenkassen und Kassenverbände (GKV) von 2013 bis 2018 gefördert. Zielsetzung dieses Projektes war es, das seelische Wohlbefinden junger Menschen im Übergang zwischen Schule und Ausbildung sowie Studierende im ersten Semester zu fördern.

Vier Projektphasen kennzeichneten das Projekt „Landungsbrücke – Übergänge meistern!“: Ist-Analyse, Entwicklung entsprechender Maßnahmen, Umsetzung der Maßnahmen sowie Evaluation. Es wurden verschiedene Maßnahmen für Schüler*innen, Multiplikator*innen sowie Studierende entwickelt, die alle auf die Förderung der Ressourcen und des seelischen Wohlbefindens der Schüler*innen und Studierenden abzielten. Sie wurden im Projektverlauf anhand einer partizipativen Evaluation regelmäßig überprüft und weiterentwickelt.

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