Kinder und Jugendliche

GEsundeZEITEN

Die HAG sensibilisiert Fachkräfte für das Thema gesundheitliche Beeinträchtigungen im Kindes- und Jugendalter.

Die Rehabilitation bei Kindern und Jugendlichen sowie die Gesundheitsförderung und Stärkung familiärer Ressourcen sind zentrale Themen im Projekt
Die Rehabilitation bei Kindern und Jugendlichen sowie die Gesundheitsförderung und Stärkung familiärer Ressourcen sind zentrale Themen im Projekt GEsundeZEITEN.

Fortbildungen

Das Leben mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung ist für die Betroffenen, Eltern und Geschwister eine belastende und häufig herausfordernde Situation. Lehrkräfte, Erzieher*innen, Fachkräfte im Gesundheitswesen und der Kinder- und Jugendhilfe sollen daher für das Thema gesundheitliche Beeinträchtigungen im Kindes- und Jugendalter sensibilisiert werden. Die HAG initiiert im Rahmen des Projekts GEsundeZEITEN Fachtagungen, Workshops und zielgruppenspezifische Fortbildungen zu verschiedenen Themen:

  • Gesundheitliche Beeinträchtigungen im Kindes- und Jugendalter
  • Rehabilitation bei Kindern und Jugendlichen
  • Gesundheitsförderung und Stärkung familiärer Ressourcen.


Die HAG wird Fachkräfte befähigen, Bedarfe und Bedürfnisse der Familien zu erkennen und Familien bei der Krankheitsbewältigung zu stärken. Sie sollen über spezifische Angebote der Prävention, Gesundheitsförderung sowie Rehabilitation informieren und eine Inanspruchnahme geeigneter Maßnahmen fördern.

Langfristig werden bestehende Angebote für Kinder, Jugendliche und deren Familien vernetzt. Empfehlungen für vereinfachte Zugangsmöglichkeiten sowie für die Entwicklung weiterer Angebote für Betroffene werden in interdisziplinären Teams erarbeitet.

Hintergrund

Angebote zur Stärkung der Gesundheit, beispielsweise eine medizinische Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung, werden insbesondere von Familien mit geringerem sozioökonomischen Status selten in Anspruch genommen.

Ambulante Rehabilitation oder Nachsorgemaßnahmen für Kinder und Jugendliche im Anschluss an eine Rehabilitation sind seit 2017 gesetzlich möglich, werden aber bisher selten angeboten. Demgegenüber steht eine Zunahme an gesundheitlichen Beeinträchtigungen im Kindes- und Jugendalter in den letzten Jahren, wie die Kinder- und Jugendreporte 2018 und 2019 der DAK-Gesundheit sowie Ergebnisse der KiGGS – Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland zeigen.

Die Deutsche Rentenversicherung Nord (DRV Nord) fördert das Projekt GEsundeZEITEN für Kinder mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen und ihre Familien über zwei Jahre.

Weiterführende Informationen zur Kinder- und Jugendrehabilitation

Auf verschiedenen Webseiten finden Sie gebündelte Informationen und Materialien für Fachkräfte, Eltern und Jugendliche. Die Materialien stehen teilweise in bis zu zehn verschiedenen Sprachen sowie in leichter Sprache zur Verfügung. Sie erhalten Informationen über Voraussetzungen, Antragsverfahren und Ablauf einer Kinder- und Jugendreha. Zusätzlich werden in einem umfassenden Handbuch für Ärzt*innen und andere Fachkräfte die medizinische Rehabilitation sowie das Antragsverfahren transparent dargestellt.

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Gesetzliche Rahmenbedingungen der Kinder- und Jugendrehabilitation

Im Rahmen der Kinder- und Jugendrehabilitation sind mit dem Flexi-Rentengesetz (2017) zahlreiche Änderungen in Kraft getreten. Beispielsweise ist die Kinder- und Jugendreha eine Pflichtleistung der Gesetzlichen Rentenversicherung geworden. Ambulante und Nachsorgeleistungen sind nun auch für Kinder und Jugendliche möglich und sollen zukünftig ausgebaut werden. Die 4-Jahres-Frist zur Wiederholung einer Maßnahme sowie ein Indikationskatalog sind weggefallen und die Mitaufnahme von Begleitpersonen wird flexibler gehandhabt.

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Online-Angebote für Fachkräfte und Angehörige

  • Familienratgeber: Online-Wegweiser für Menschen mit chronischen Erkrankungen, Behinderungen und ihre Angehörigen. Das Angebot der Aktion Mensch wird durch eine Datenbank mit Adressen vor Ort ergänzt.
  • Kindergesundheit: Wegweiser für Familien mit einem behinderten oder chronisch kranken Kind.
  • Kindernetzwerk: Online-Wegweiser vom Dachverband der Selbsthilfe von Familien mit Kindern von jungen Erwachsenen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen.
  • Stiftung Familienbande: Die Stiftung „Familienbande – Gemeinsam für Geschwister“ bietet Workshops für Geschwisterkinder sowie eine interaktive, regionale Angebotssuche für Geschwister von chronisch kranken oder behinderten Kindern an.
  • Geschwisterkinder Netzwerk: Präventionsprojekt für Geschwister von Kindern mit chronischen Erkrankungen oder Behinderung.
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