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Gesunde Schule
gut gestalten!

Jedes Jahr schreiben wir den Gesundheitspreis für Schulen aus. Das Ziel: Gesundheitsförderung nachhaltig verankern, damit alle an Schule Beteiligten gesund lernen, leben und arbeiten können.

Symbolbild Gesunde Schule
Gesundheitsförderung unterstützt gute Rahmenbedingungen im Lebensumfeld Schule

Aktuelles

Gesunde Schule 2020/21: 29 Hamburger Schulen erhalten Auszeichnung

Ein tägliches Psychomotorikangebot für die ganze Schule und umliegende Kitas oder eine Bewegungsbaustelle für die Vorschulklassen, Tanz-Pausen, Spielekisten für alle Schüler*innen oder die Einrichtung eines Fitnessraums für das Schulpersonal, welcher auch zukünftig im Sportunterricht genutzt werden kann: Die teilnehmenden Schulen haben viele Ideen und Projekte zur Bewegungsförderung umgesetzt. Auch Angebote zur Schulverpflegung und Ernährungsbildung, wie etwa ein Tomatenprojekt, die Entwicklung eines gesunden Müsliriegels, die Planung und Anlage eines Schulackers, eines Schulgartens oder von Hochbeeten auf dem Schulhof, die Verarbeitung der geernteten Lebensmittel für das Catering gehören zu den Gesundheitsförderungsmaßnahmen, mit denen sich Schulen beworben haben. Darüber hinaus setzten Schulen Maßnahmen zur Stärkung psychosozialer Kompetenzen und Persönlichkeitsentwicklung, zur Stressbewältigung, Gewaltprävention oder zur Gestaltung des Schulgeländes um – alles im von der Corona-Pandemie stark geprägten Schuljahr 2020/21.

29 Schulen wurden für ihr gesundheitsförderndes Engagement als „Gesunde Schule 2020/21“ ausgezeichnet.

Grußworte

Aufgrund der Corona-Pandemie konnten nicht alle Schule an der Auszeichnungsveranstaltung im Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) teilnehmen.

Schriftliche Grußworte der Leiterin der vdek-Landesvertretung Hamburg – stellvertretend für die gesetzlichen Krankenkassen in Hamburg, Kathrin Herbst, der Abteilungsleiterin Beratung – Vielfalt, Gesundheit und Prävention des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung, Beate Proll, und der HAG-Geschäftsführerin Petra Hofrichter finden Sie unter folgenden Downloads.

Teilnahme neue Ausschreibung Gesunde Schule 2021/22

Anfang November 2021 wurden 29 Hamburger Schulen für ihr gesundheitsförderndes Engagement im vergangenen Schuljahr ausgezeichnet. Nun geht die Ausschreibung Gesunde Schule mit dem angelaufenen Schuljahr 2021/22 in eine neue Runde.

Gesunde Schule ist kein Wettbewerb im üblichen Sinne. Alle Schulen haben die gleichen Chancen, unabhängig davon auf welchem Stand der Gesundheitsförderung sie bereits sind. Es geht darum, auf dem bestehenden Level neue gesundheitsförderliche Ziele anzustreben und zu erreichen. Grundvoraussetzung ist, dass drei Themen der Gesundheitsförderung aus den Handlungsfeldern in dem laufenden Schuljahr bearbeitet oder weiterentwickelt werden.

Die Auszeichnung erhalten Schulen, die nachweislich während des Schuljahres gesundheitsfördernde Verhaltensweisen und Strukturen an ihrer Schule verbessern. Bewerben können sich alle Hamburger Schulen.

Bitte melden Sie sich bis zum 30. November des laufenden Jahres für die aktuelle Ausschreibung der Gesunden Schule an.

Im Folgenden finden Sie den Ausschreibungs-Flyer sowie den Teilnahmebogen. Bitte füllen Sie den Teilnahmebogen digital aus. Eine Unterschrift der Schulleitung ist nicht mehr nötig.

Die HAG vergibt die Auszeichnung jährlich in Kooperation mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) der Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB). Die Auszeichnung wird aus Mitteln der Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration (Sozialbehörde) sowie aus Projektmitteln der Krankenkassen (GKV) gefördert.

Bewerbungsverfahren:

Bestandsaufnahme machen

  • Erhebung des Ist-Zustandes zu Beginn des Schuljahres
    (Was gibt es bereits im Bereich Gesundheitsförderung?)

Brainstorming

  • Zielsetzung des Soll-Zustandes zum Ende des Schuljahres
    (In welchen drei Handlungsfeldern will die Schule aktiv sein? Welche neuen Aktivitäten sollen umgesetzt, welche laufenden ausgebaut werden?)

Planung vornehmen

  • Planung der Umsetzung vom Ist- in den Soll-Zustand
    (Konzeptschritte entwickeln. Die Entwicklung kann über einen längeren Zeitraum angedacht werden)

Teilnahmebogen ausfüllen

  • Füllen Sie den Teilnahmebogen aus und schicken Sie ihn bis zum 30.11. an mia.jaensch@hag-gesundheit.de

Prozess dokumentieren

  • Den Prozess (kontinuierlich) dokumentieren
    (Was für Fragen tauchen auf? Wie verläuft die Planungsarbeit? Wer wird einbezogen? Wer ist verantwortlich? Wie verläuft die Zusammenarbeit? Welche kritischen Situationen gibt es? Wie werden Probleme gelöst?)
  • Die Öffentlichkeit informieren
    (z.B. durch Ausstellungen, Tag der offenen Tür, Schulzeitung, Internet, Stadtteilzeitung)

Dokumentation am Ende des Schuljahres einsenden

  • Die Dokumentation wird am Ende des Schuljahres in digitaler Form eingesandt. Fotos, Arbeitsblätter oder anderes Material ergänzen die schriftlich verfasste Verlaufsdokumentation der durchgeführten Maßnahmen.
     

    Wichtig: Sie müssen nicht erneut beschreiben, was Sie bereits in vorherigen Ausschreibungen eingereicht haben. Sie können sich wie folgt darauf beziehen: Benennen Sie, seit wann und wie Sie das Handlungsfeld verankert haben und zeigen Sie stichwortartig auf, welche Maßnahmen oder Projekte Sie durchführen. Machen Sie zudem die Entwicklungsperspektive in den bereits verankerten Handlungsfeldern deutlich und geben Sie an, wie Sie Bestehendes mit neuen Elementen verknüpfen.

    Den Dokumentationsbogen sowie die Kriterien zur Vergabe der Auszeichnung können Sie hier herunterladen:

Die Auszeichnung der Gesunden Schulen findet jedes Jahr im November im Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) statt.

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Die gesundheitsfördernde Schule

Gesundheitsförderung in Schulen gilt als tragfähiges Schulentwicklungskonzept, dessen Bedeutung sowohl für Lernende und Lehrende als auch für das Gesamtsystem Schule unbestritten ist. Die Prioritäten jeder Schule, die sich auf den Weg zu einer „Gesunden Schule“ machen möchte, können nur von den Beteiligten (Lehrkräfte, Schüler*innen, Eltern, nicht unterrichtendes Personal) selbst gesetzt werden. Eine gesundheitsfördernde Schule erprobt und entwickelt die Gestaltung der Schule unter dem Aspekt, dass alle am Schulleben Beteiligten ihre Gesundheitspotenziale entfalten können. Es gibt keine Patentrezepte, die unabhängig vom Schultyp und den spezifischen Voraussetzungen einer Schule zu einer „Gesunden Schule“ führen. Jedoch hat die Umsetzung des Konzepts einer gesundheitsfördernden Schule in Hamburg bereits viele Beispiele gelungener Praxis hervorgebracht, beispielsweise Aktive Pause, gute Schulverpflegung, Bewegungsräume, gute Atmosphäre, Sucht- und Gewaltprävention, Stressmanagement, Partizipation und Kooperation, Abfallvermeidung, Lehrkräftegesundheit.

Was können Schulen tun, um beispielsweise

  • eine gemeinsame Haltung zur Gesundheitsförderung an Schulen zu entwickeln?
  • Zusammenarbeit gut zu gestalten?
  • Kooperationen dauerhaft und verbindlich im Schulsystem zu verankern?
  • partizipative Prozesse mit Gewinn für alle Beteiligten zu initiieren?
  • den Ganztag für praktische Angebote zur Förderung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu nutzen?
  • bei Problemen hinzuschauen und konkrete Unterstützung anzubieten?
  • attraktive Pausenformate für Schüler*innen jeden Alters zu entwickeln?
  • Bewegung in Unterrichtsfächer zu bringen?
  • die Schulverpflegung in den schulischen Alltag zu integrieren?
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Handlungsfelder

Welche Handlungsfelder kommen in Frage?

  • Bewegungsförderung:
    Aktive Pause, Bewegungsspielräume im Unterricht, Psychomotorische Bewegungsangebote, Schulmannschaften, Verleihservice von Sport- und Spielgeräten, sportaffine Ausflüge, Laufspiele, Kooperationen mit Sportvereinen u.a.
  • Sicherheit:
    Schulwegsicherheit, Hygienepläne, Unfallverhütung, Erste Hilfe-Lerneinheiten, Schulsanitätsdienst, Arbeitsschutz im Zusammenhang mit dem Betriebspraktikum u.a.
  • Schulverpflegung und Ernährungsbildung:
    Angebot von regionalen Lebensmitteln der Saison, kooperative Einkaufs- und Verpflegungsmodelle, offene Schulkantinen (Stadtteilkantinen), Wertschätzung von Lebensmitteln, Verarbeitung und Vermarktung nachhaltiger Produkte, kochkurse, Fair Trade-Aktionen, Steigerung des Anteils der am Mittagessen teilnehmenden Schülerinnen und Schüler, Bewertung des Essensangebots durch Schülerinnen und Schüler, Lärmreduktion in der Mensa, Schulgarten u.a.
  • Stärkung psychosozialer Kompetenzen und Persönlichkeitsentwicklung:
    Förderung von Life Skills und Lebensweltkompetenz, Förderung von Resilienz und Selbstwirksamkeit u.a.
  • Stressbewältigung:
    Ruhe und Entspannung sowie Abbau von Leistungsdruck und Prüfungsangst, Ruheräume, Yogakurse am Nachmittag u.a.
  • Gewaltprävention:
    Konfliktbewältigung und Verbesserung der Streitkultur, Reflexion der Umgangsformen, Aufstellen von Schulregeln u.a.
  • Suchtprävention:
    Nichtraucherförderung, Umgang mit Medien u.a.
  • Gestaltung des Schulgeländes:
    Schaffung gesundheitsförderlicher Lebenswelten in Schulräumen und auf dem Schulhof, Raum- und Gebäudegestaltung, bewegungsförderliche Schulgeländegestaltung
  • Gesundheit der Lehrkräfte sowie des Schulpersonals:
    betriebliche Gesundheitsförderung
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Jury

Über die Vergabe der Auszeichnungen entscheidet eine unabhängige Jury.

Mitglied in der Jury Gesunde Schule sind:

  • Silke Bornhöft, Vernetzungsstelle Schulverpflegung Hamburg, HAG
  • Eva Grünberger, Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration (Sozialbehörde)
  • Petra Hofrichter, Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG)
  • Olivia Maloku, Unfallkasse Nord
  • Beate Proll, Behörde für Schule und Berufsbildung | Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI)
  • Hermann Schlömer, Förderverein für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung e.V. (FiSD)
  • Michael Schulz, Techniker Krankenkasse
  •  Andrea Thiele, Schulärztlicher Dienst
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