Veranstaltungen
Wer früher stirbt ist länger tot….
Mittwoch, 28. Oktober 2009 16:00 - 20:15
Behandlungskonzepte und Präventionsangebote für Menschen in schwierigen Lebenslagen
Die gesellschaftlichen Gruppen, die den größten Bedarf an präventiven Maßnahmen haben, werden von den Angeboten kaum erreicht.
Ausgangspunkt auf dieser Veranstaltung ist die Darstellung eines Einzelfalles: N.N., wohnungslos, 45 Jahre alt ist tot aufgefunden. Die Obduktion ergab folgenden Befund: Er hat zwar an mehreren Erkrankungen gelitten - keine davon hätte jedoch tödlich verlaufen müssen.
Wohnungslose Menschen sterben früh - im Durchschnitt werden sie in Hamburg nicht älter als 46,5 Jahre. Sie sterben an vermeidbaren Krankheiten, wie Herz- und Gefäßerkrankungen oder Infektionen. Dem frühen Sterben geht ein Leben mit hoher Krankheitshäufigkeit voraus: über die Hälfte der wohnungslosen Männer und Frauen leiden unter mindestens zwei Erkrankungen.
Wie können die Akteure des medizinischen Versorgungssystems gemeinsam mit Akteuren aus dem sozialen Unterstützungssystem kooperieren, um eine bessere Versorgung und Inanspruchnahme von Präventionsangeboten zu erreichen?
Welche Angebote hält das Hilfesystem bereit - was kann das medizinische Versorgungssystem leisten?
Wie sehen die Lebenswelten von armen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus?
Wie die Armutsspirale in unterschiedlichen Lebensphasen unterbrochen werden kann diskutieren professionelle Akteure aus dem sozialen Hilfesystem Vertretern/innen aus dem med./pfleg. Versorgungssystem.
„Brücken statt Lücken!“ lautet die Devise der Veranstaltung.
Wer früher stirbt ist länger tot….
Anmeldung
Begrüßung: Gute Zusammenarbeit! Der Regionale Knoten „Wohnungslosigkeit und Gesundheit“ und die Ärztekammer Hamburg
Referent
Petra Hofrichter, Regionaler Knoten in der HAG
Klaus Schäfer, Vizepräsident der Ärztekammer
Dr. Carsten Leffmann, Ärztekammer
Sterben auf der Straße – Schlussfolgerungen für die Lebenden
Multimorbidität, frühe Mortalität und Todesursachen bei Wohnungslosen
Prof. Dr. Klaus Püschel, Direktor des Instituts für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf
Die Lebensphasen Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter werden in moderierten Tischgesprächen aufgegriffen. Es diskuti
Referent
Aufwachsen in Armut – im Gespräch sind:
Gabriele Biehl, Familienhebamme im KiFaZ
Barmbek-Süd
Dr. Rita van de Loo, niedergelassene Kinderärztin in Hamburg-Wilhelmsburg
Manuela Schiweck, Familienlotsin im Haus der Familie St. Pauli
Marianne Dotzek, Leiterin der Elternschule
Horner Geest
Pause und Besuch der Infomarktes – Zeit für Gespräche und Vernetzung
Armut bei Jugendlichen und Jungerwachsenen – im Gespräch sind:
Referent
Heike Lütkehus, Hude-Beratungsstelle für junge Menschen
Sybille Stollmayer, Jungerwachsenen Projekt „JEP“, f & w fördern und wohnen AÖR
Dr. Ralf Radizi, Arzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie in Hamburg-Barmbek Dr. Frauke Ishorst-Witte, Internistin
Armut im Erwachsenenalter – im Gespräch sind:
Referent
Dr. Tammo Hedemann, Leitender Ambulanzarzt in der Untersuchungshaftanstalt
Sabine Mutschink, Sozialdienst Asklepios Klinik Altona, angefr.
Dr. Klaus-Jürgen Harloff, niedergelassener Hausarzt in Hamburg Wilhelmsburg, angefr.
Inka Damerau, Leiterin des Bodelschwingh-Hauses
Moderation: Burkhard Plemper, Radiojournalist
An dem Marktplatz beteiligen sich folgende Einrichtungen und Projekte:
Ämterlotsen im Diakonischen Werk
Bodelschwingh-Haus
Familiennetzwerk Hamm
FrauenZimmer f & w, Förderverein PIK AS e. V.
Haus der Familie St. Pauli
Hude
Kemenate Tagestreff für wohnungslose Frauen
Krankenstube der Caritas
Mobile Hilfe der Caritas: Krankenmobil und Zahnmobil
Malteser Nordlicht
Veranstaltungsort
Humboldtstraße 56
22083 Hamburg