Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V.

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Jahrestagung 2019

HAG-Jahrestagung 2019

Die HAG-Jahrestagung 2019 „Die Summe aller Teile ist mehr als ein Ganzes – Gesundheitsförderung und Prävention als integrale Bestandteile der Gesundheitsversorgung“ fand am 20. Juni im Haus des Sports statt.

Die HAG-Vorsitzende Prof. Dr. Corinna Petersen-Ewert begrüßte die 100 Teilnehmenden und betonte, dass Gesundheitsförderung, Prävention und Gesundheitsversorgung im Sinne des Health in all Policies Ansatzes als integriert zu betrachten seien.
Marco Kellerhoff, Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) sagte, dass integrierte Konzepte im Gesundheitswesen Brücken bauen und Gräben überwinden sollen. So sollten Gesundheitsversorgung, Gesundheitsförderung und Prävention vom Aufeinander-Verweisen zum Zusammen-Denken und -Handeln kommen.

Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann vom Institut für Community Medicine der Universität Greifswald stellte in seiner Keynote heraus, dass in einem integrierten Gesundheitssystem die Kuration/Therapie als zentrales Element eng verknüpft mit Gesundheitsförderung und Prävention sowie mit Reha und Pflege ist.

Dr. h. c. Helmut Hildebrandt, OptiMedis AG, berichtete unter anderem über das Hamburger Projekt INVEST – Urbane Gesundheit in deprivierten Regionen in Hamburg Billstedt/Horn. Hier übernimmt der Gesundheitskiosk beispielsweise Aufgaben der Gesundheitsförderung, bietet Vor- und Nachbereitung von Arzt-/Ärztinnen-Gesprächen an, vermittelt ärztliche und Community-Ressourcen und unterstützt chronisch Erkrankte durch Lotsung und Case Management.

Die Poliklinik Veddel als Laboratorium der Zukunft stellten Katja Schlegel, Milli Schroeder und Phillip Dickel vor. Die Poliklinik leistet die primäre Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung auf der Veddel und strebt über die Kollektivierung der gesundheitlichen Problemlagen eine grundlegende Veränderung der (gesellschaftlichen) Verhältnisse an. So bietet ein multiprofessionelles Team Gesundheits- und Sozialberatung, allgemeinmedizinische Versorgung sowie psychologische systemische Beratung an.

Susanne Hüttenhain, Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) und zuständig für die Landeskoordination Frühe Hilfen Hamburg, referierte, wie eine interprofessionelle Zusammenarbeit an der Schnittstelle unterschiedlicher Systeme gelingen kann. Im interprofessionellen Qualitätszirkel (IQZ) werden beispielsweise die systemübergreifende fallbezogene Zusammenarbeit weiterentwickelt und ein gegenseitiges und gemeinsames Fall- und Fachverständnis aufgebaut.

Monika Püschl, Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) beschrieb Herausforderungen und Praxisansätze auf Grundlage des Gesundheitsberichtes „Risikofaktoren und Prävention von Diabetes in Hamburg“ vor. So sollen die Wirkung von Verhaltensänderungen erfahrbar gemacht, Früherkennung und Selbsthilfe gestärkt, Zugänge zu Gesundheitsförderung und Prävention gut gestaltet und Betroffene zu Beteiligten gemacht werden.

Über praxisnahe Ansätze, die Potenziale intersektoraler Zusammenarbeit sowie Herausforderungen diskutierten in einer Gesprächsrunde zum Thema „Was müssen wir tun, um Gesundheitsförderung, Prävention und Gesundheitsversorgung wirksam miteinander zu verknüpfen?“ Vertreterinnen verschiedener Akteure aus den Feldern Gesundheitsversorgung, Gesundheitsförderung/Prävention: Dr. Susanne Epplée vom Institut für Neuro- und Sozialpädiatrie, Christa Herrmann, Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen in Hamburg, KISS, Angela Marx, hamburger arbeit GmbH, Andrea Husmann, Gesundheit Billstedt/Horn UG, und Bettina Rosenbusch vom Billenetz und der Lokalen Vernetzungsstelle für Gesundheitsförderung MüHoBi.

 
 
 

HAG

 
Aktualisiert am: 26.06.19