Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V.

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HAG-Jahrestagung 2018: Es gibt keine Gesundheit ohne psychische Gesundheit!

Die HAG-Jahrestagung 2018 fand am 08. November im Haus des Sports statt. Das Thema: „Es gibt keine Gesundheit ohne psychische Gesundheit! Stimmt das? Psychosoziale Gesundheit in Lebensphasen fördern“ interessierte etwa 80 Teilnehmer*innen u.a. aus den Bereichen Gesundheit, Bildung und Soziales.

Im Grußwort wies die HAG-Vorsitzende Prof. Dr. Corinna Petersen-Ewert darauf hin, dass es an umfassenden Interventionsansätzen zur Förderung der psychosozialen Gesundheit fehle. Ulrike Peifer, Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) sagte, dass bezüglich der Umsetzung der Landesrahmenvereinbarung in Hamburg auf gute Strukturen zurückgegriffen werden könne.

Im Interview mit Moderator Daniel Rühmkorf berichtete Christoph Busch, Initiator der Zuhör-Kiosk „Das Ohr“, dass zu ihm viele Menschen kommen, um ihr Herz auszuschütten. Sein unkonventionelles Angebot im U-Bahnhof Emilienstraße nehmen sie gerne an.

In seinem Vortrag „Wie gesund ist krank? Hamburg – Stadt der Widersprüche“ stellte Prof. Dr. Thomas Bock vom Zentrum für Psychosoziale Medizin, UKE, fest, dass in Hamburg die Krankheitsraten bei den psychischen Erkrankungen im bundesweiten Vergleich an der Spitze liegen. Dagegen weist der „Glückatlas“ für Hamburg regelmäßig Bestnoten aus.

Prof. Dr. Bettina Schmidt von der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Bochum nahm eine kritische Haltung gegenüber dem Gesundheitsbegriff der WHO ein und beschrieb ihn als Instrument, um die „psychosoziale Funktionstüchtigkeit“ zu erhalten. Es gibt kaum Daten zu psychosozialer Gesundheit, aber umso mehr zu psychischen Auffälligkeiten und Erkrankungen.

Mag. Alexander Grabenhofer-Eggerth von der Gesundheit Österreich GmbH berichtete, wie im Nachbarland der Gesundheitszieleprozess – unter anderem mit dem Ziel „Psychosoziale Gesundheit in allen Bevölkerungsgruppen fördern“ gesteuert und mit dem Health in All Policies Ansatz umgesetzt wird.

Drei Beispiele Guter Praxis aus Hamburg beschlossen die Tagung.
Maria Gies von der HAG e.V. stellte das Eltern-Programm Schatzsuche zur Förderung der psychosozialen Gesundheit von Kindern vor.

Josephine Göldner, HAG e.V., berichtete über die Integrierte Kommunale Stadtteilstrategie (IKS) zur Gesundheitsförderung für Lurup und den Osdorfer Born. Unter dem Motto „Wir sind es uns wert“ soll Wertschätzung als gesundheitsfördernde Strategie in den Angeboten und den Trägerstrukturen integriert werden.

Michael Gümbel referierte zum Thema Arbeit und psychosoziale Belastungen und stellte PAG – Perspektive Arbeit & Gesundheit als Anlaufstelle für Beschäftigte und Betriebe, ihr Angebot und die Kooperationsstrukturen im Themenfeld vor.
Den Ablauf der Veranstaltung können Sie hier einsehen.

 
 
 

HAG

 
Aktualisiert am: 29.11.18