Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V.

Motiv: HAG, Foto HAG
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Bericht der Abschlussveranstaltung

Wie können Gesundheitsförderungs- und Präventionsketten erfolgreich entwickelt und umgesetzt werden?

Abschlussveranstaltung des BMBF-Forschungsprojektes „Kommunale Entwicklung von Gesundheitsstrategien: Wissenschaft und Praxis im Dialog“ (KEG)

Am 07. Februar 2018 richtete die Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG) die Abschlussveranstaltung der ersten Förderphase des BMBF-geförderten Projektes „Kommunale Entwicklung von Gesundheitsstrategien: Wissenschaft und Praxis im Dialog“ (KEG) im Jugenderholungswerk Hamburg e.V. in Rothenburgsort aus. Über einen Zeitraum von drei Jahren (Februar 2015 – Januar 2018) erforschte die Hochschule Esslingen zusammen mit der HAG, der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz und dem Bezirksamt Hamburg-Mitte in einer Wissenschafts-Praxis-Partnerschaft die Zusammenarbeit in der Gesundheitsförderungs- und Präventionskette in Rothenburgsort.

Unter der Fragestellung „Wie können Gesundheitsförderungs- und Präventionsketten erfolgreich entwickelt und umgesetzt werden?“ diskutierten 40 Teilnehmende aus den Bereichen Gesundheit & Soziales, Bildung & Wissenschaft, Politik und dem Stadtteil die Projekterkenntnisse und die daraus abgeleiteten Empfehlungen für den Auf- und Ausbau von integrierten kommunalen Strategien zur Gesundheitsförderung.

Nach den einführenden Worten der stellvertretenden Vorsitzenden der HAG Anette Borkel, die bekannt gab, dass das KEG-Projekt für weitere drei Jahre (Projektlaufzeit: Februar 2018 - Januar 2021) durch das BMBF im bundesweiten Forschungsverbund PartKommPlus gefördert wird und sich bei allen Projektbeteiligten bedankte, hob Falko Droßmann (Bezirksamtleiter Hamburg-Mitte) die sektorenübergreifende Zusammenarbeit und das Lernen durch die KEG-Studie hervor und gab einen Einblick in die geplanten Vorhaben des Bezirk Hamburg-Mitte im Bereich Gesundheit und Soziales.

Sandra Layh, wissenschaftliche Mitarbeiterin im KEG-Projekt an der Hochschule Esslingen und Petra Hofrichter, Geschäftsführung (fachliche Leitung) der HAG erläuterten in ihrem Vortrag das methodische Vorgehen des partizipativen Forschungsprozesses des KEG-Projektes und die Erkenntnisse, die aus den Befragungen mit den Fachkräften in Rothenburgsort bzw. im Bezirk Hamburg-Mitte gewonnen wurden. Zudem stellten sie die daraus abgeleiteten Empfehlungen zum Aufbau und zur Umsetzung von integrierten kommunalen Strategien vor. Zudem präsentierten sie einen Film, der im Projekt entstanden ist und gaben einen Einblick in die nächsten Arbeitsschritte des KEG-Projektes. So wird derzeit ausgehend von den Ergebnissen der ersten Förderphase ein Instrument zur Selbsteinschätzung und Standortanalyse entwickelt, das ein zentraler Bestandteil des Beratungs- und Qualifizierungskonzeptes der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit werden soll.

In einer daran anschließenden Gesprächsrunde gaben Christiane Färber (BGV), Angelika Hoffmann (Bezirksamt Hamburg-Mitte), Angelika Schlaeger (Spielhaus Traunspark), Sandra Layh (Hochschule Esslingen), Petra Hofrichter und Mareen Jahnke (HAG) einen Ausblick wie die Erfahrungen aus Rothenburgsort für den hamburgweiten Aufbau von integrierten kommunalen Strategien für Gesundheitsförderung genutzt werden können und woran sich die Veränderung im Stadtteil bspw. zielgerichtetere Zusammenarbeit zum Themenfeld Gesundheitsförderung in der Regionalkonferenz bemerkbar machte.

Mit dem Plenum wurde abschließend diskutiert inwieweit gute Zusammenarbeit, Partizipation, Koordination und finanzielle Mittel beim Aufbau integrierter kommunaler Strategien der Gesundheitsförderung von Nöten sind. Das Fazit war, dass sich politische Probleme nicht durch Gesundheitsförderung lösen lassen, aber dass man sich für die Belange der Bevölkerung einsetzt, dadurch Teilhabe und Aktivierung erzielt und durch Zusammenarbeit eine Veränderung der Verhältnisse ermöglicht wird.

 
 

KEG-Poster_Empfehlungen

Kommunale Entwicklung von Gesundheitsstrategien: Wissenschaft und Praxis im Dialog

Empfehlungen zum Aufbau und zur Umsetzung von IKS

 
 

Soziale Lage

 
Aktualisiert am: 13.06.18