Gesund aufwachsen in Hamburg
Um integrierte, gesundheitsfördernde Handlungskonzepte in den Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen besser zu verankern und deren gesundheitliche Ressourcen zu stärken wurde im Jahr 2010 das Gesundheitsziel „Gesund aufwachsen in Hamburg!“
Die HAG unterstützt die Behörde bei der Organisation und Durchführung der Zielkonferenzen sowie der Begleitung des Prozesses.
Handlungsempfehlungen
Vier Oberziele - auf der Grundlage der Gesundheitsberichterstattung und Erfahrungen aus anderen Ländern - bilden die Orientierung für den partizaptiven Prozess zur Erarbeitung des Gesundheitsziels "Gesund aufwachsen in Hamburg":
1. Ernährung
Ein gesundes Ernährungsverhalten bei Kindern und Jugendlichen ist gefördert, Fehlernährung ist reduziert.
2. Bewegung
Gesundheitsfördernde Bewegung von Kindern und Jugendlichen ist gefördert, Bewegungsmangel ist reduziert.
3. Psychosoziales Wohlbefinden
Das psychosoziale Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen ist verbessert; Verhaltensauffälligkeiten sind reduziert.
4. Gesundheits- und Vorsorgekompetenz
Die Gesundheitskompetenz von Kindern und Jugendlichen sowie die Gesundheits- und Vorsorgekompetenz von Eltern und anderen Bezugspersonen der Kinder sind alltagsnah gestärkt; das Vorsorgeverhalten ist verbessert.
Zusammenarbeit in Foren
In vier settingbezogenen Foren wurden Teilziele und Maßnahmen zur Erreichung der Oberziele zusammen mit verschiedenen Partner/innen erarbeitet.
Ergebnis: Ein Rahmenprogramm "Gesund aufwachsen"
In einem ersten Schwerpunkt stand das gesunde Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt. Über 100 Fachleute aus den beteiligten Hamburger Einrichtungen haben dazu ein Rahmenprogramm erarbeitet und innerhalb einer Gesamtkonferenz verabschiedet. Dieses Rahmenprogramm wurde jetzt veröffentlicht.
„Mit dem Rahmenprogramm liegen abgestimmte Leitlinien, Ziele und Maßnahmen vor, um die Bedingungen für ein gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen praxisnah weiter zu verbessern“, so Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. „Schwerpunkt ist die Entwicklung einer Gesundheitsförderungs- und Präventionskette von der Schwangerschaft an über Geburt, Kindertagesstätte bis in die Schulzeit hinein. Im nächsten Schritt ist es nun notwendig, verantwortliche Einrichtungen zu finden, die die einzelnen Teilziele, Grundhaltungen und Maßnahmen hin zu Handlungskonzepten weiterentwickeln.“
Vorgeschlagen wird im Rahmenprogramm eine engere Zusammenarbeit der Einrichtungen in Hamburg, die das gesunde Aufwachsen befördern können. Dabei sollen u.a. folgende Ergebnisse erzielt werden:
Stärkung der Kompetenzen rund um Schwangerschaft und Geburt, insbesondere sozial benachteiligter Eltern und die Sicherung von Zugängen zu wichtigen Ressourcen für Gesundheit und Lebensqualität (z.B. Ärzteversorgung, finanzielle Grundsicherung);
Beispiele: Ausbau niedrigschwelliger Geburtsvorbereitungsangebote; Häufigere Inanspruchnahme von Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen;
Stärkung der Kita als gesundheitsförderlichen Lebens- und Lernort für Kinder, Eltern und pädagogische Fachkräfte im Stadtteil; Ausbau der Kooperation mit Einrichtungen im Umfeld der Kita.
Beispiele: Auto-freie Kita mit mind. 200 Metern Fußweg für bringende/ holende Eltern; 1. Hamburger Kita-Tag 2012; Aktionsbündnis „100 Minuten Bewegung pro Kind und Tag“