Gesundheitsfördernde Kitas
Für die Gesundheitsförderung bei Kindern haben Kitas eine Schlüsselfunktion. Im festen organisatorischen Rahmen der Kindertagesbetreuung kann sich gesellschaftlicher Einfluss positiv auswirken. Hier finden sich fast alle Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren. Projekte im Setting Kita können also früh im Leben die Entwicklung, die Persönlichkeit und die Gesundheit der Kinder stärken.
Über gesundheitsfördernde Kitas kann das gesundheitliche Verhalten in den Familien positiv beeinflußt werden, denn insbesondere in der frühen Lebensphase von Kindern haben Eltern ein großes Interesse an der gesunden Entwicklung ihres Kindes. Die Projekte erreichen dabei auch Kinder und Eltern, die sonst dem Gesundheits- und Bildungswesen fern stehen. Daher ist es wichtig, alle einzubeziehen: Mitarbeiter/innen, Kinder, aber auch Eltern.
Ziel der HAG ist es, Kitas als Setting zu nutzen und in punkto Gesundheitsförderung fit für die Zukunft zu machen.
Fachtagung „Gesund aufwachsen in Hamburger Kitas“, am 5.5.2011 im Bürgerhaus Wilhelmsburg
Tagungsbericht
„Gesund aufwachsen in Hamburger Kitas“
Zu diesem Thema fanden sich ca. 115 Mitarbeiter/innen aus Kitas, Kita-Träger- und Verbandsvertreter/innen und Personen aus Behörden und Bildungseinrichten im Bürgerhaus Wilhelmsburg zusammen. Frau Prof. Dr. Ravens-Sieberer, HAG Vorstandvorsitzende, begrüßte die Teilnehemer/innen und richtete ihren Blick während der Grußworte auf die gesundheitliche Situation von Kindern und machte die Wichtigkeit von Kindertagesstätten für ein gesundes aufwachsen deutlich. Auch Frau Herbst, vdek – Landesvertretung Hamburg, würdigte in ihren Grußworten die engagierte Arbeit von Erzieher/innen und allen Mitarbeiter/innen der Kitas im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention und betonte, dass sich die gesetzlichen Krankenkassen gerne im Setting Kita engagieren. Auch diese Fachveranstaltung wurde von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert.
Im Hauptvortrag mit dem Titel „ Sozialer Wandel und Gesundheitsförderung – was heißt das für Familien und Kitas?“ ging Prof. Dr. Raimund Geene von der Hochschule Magdeburg-Stendal auf die Veränderungen von Familien und die Auswirkung auf die Arbeit von Kindertagesstätten ein.
(Download des Vortrags)
Während einer moderierten Gesprächsrunde konnten alle Teilnehmer/innen, auf dem Hintergrund ihrer alltäglichen Praxis, noch einmal der Frage nachgehen, welche Bedeutung der soziale Wandel in Bezug auf die Arbeit mit den Eltern und Kindern hat und welche Veränderungen sich eventuell hieraus für die Arbeitsfelder Vernetzung und Weiterbildung ergeben.
(Download der Ergebnisse der moderierten Gesprächsrunde)
In sechs verschiedenen Workshops zu den Themenbereichen: Ernährung, Bewegung, Entspannung, psychosoziales Wohlergehen, Sexualpädagogik und Qualitätsentwicklung konnten weitere praxisrelevante Fragen erörtern und diskutiert werden.
Die Abschlussrunde wurde dann von allen Beteiligten sehr lebendig und bunt gestaltet. Alle Teilnehmer/innen konnten ihre wichtigsten Erkenntnisse, Anregungen, Wünsche und Fragen noch einmal auf Karten festhalten und an bunte Luftballons binden. Gemeinsam wurden die beinahe 200 Luftballons mit diesen Wünschen und Erkenntnissen über die Stadt Hamburg geschickt.