Logo Knotenpunkt 2005

Soziale Ungleichheit 

Soziale Ungleichheit und Gesundheit

Der zweite Gesundheitsbericht für Hamburg (Stadtdiagnose, 2001) belegt, dass auch in Hamburg Gesundheit ungleich verteilt ist: Menschen mit geringem Einkommen, niedrigem Bildungsstatus und insgesamt ungünstigeren Lebensbedingungen haben eine geringere Lebenserwartung, einen schlechteren Gesundheitszustand und verfügen über weniger Ressourcen, Belastungen und Einschränkungen zu bewältigen bzw. denen vorzubeugen.

Zu den benachteiligten Bevölkerungsgruppen zählen Arbeitslose, kinderreiche Familien, allein Erziehende, Migranten/innen, aber auch chronisch Kranke, Wohnungslose, Flüchtlinge und Menschen ohne Aufenthaltsrecht.

Ein Weg sozialbedingte gesundheitliche Ungleichheiten zu vermindern, sieht die HAG im Abbau von Zugangsschwellen zur Gesundheitsversorgung. Dazu müssen neue Angebotsformen entwickelt werden, neue Strukturen sollten die alten im Bereich Flexibilität und Zielgruppenerreichbarkeit ersetzen.

Um sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen zu erreichen, legt die HAG den Schwerpunkt auf die Schaffung gesundheitsförderlicher Lebens-, Wohn- und Arbeitsverhältnisse.
In diesem Zusammenhang ist der Ausbau von gesundheitsförderlichen settings, wie „Gesunde Schule“, „Gesundheitsfördernder Kindergarten“, „Gesunde Stadt (im Sinne von „Gesunder Stadtteil“) oder „betriebliche Gesundheitsförderung“ empfehlenswert.
Die sozial bedingten gesundheitlichen Ungleichheiten sind nur durch gemeinsame, sektorenübergreifende Anstrengungen zu vermindern.

Die Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung engagiert sich im Themenfeld „Soziale Ungleichheit und Gesundheit“ auf unterschiedlichen Ebenen mit dem Ziel:
  • die Zusammenhänge von Armut und Gesundheit in die Fachöffentlichkeit zu bringen
  • die sektorenübergreifende Kooperationen zu fördern
  • interdisziplinäre Fortbildungen zu veranstalten
  • gute Praxisprojekte bekannt zu machen
  • eine Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis zu schlagen
  • Informationen weiterzugeben
  • praktische Handreichungen für Hamburg zu erarbeiten
Ansprechpartnerin: Petra Hofrichter
Gesundheitsförderung und soziale Ungleichheit, Veranstaltungskonzeption
Tel: 040 - 63 64 77-91
Mail: Petra.Hofrichter@hag- gesundheit.de
Letzte Aktualisierung 25.04.2006 um 09:04
"